Neue Stellvertreterin für den Chefarzt des Bezirkskrankenhauses

Stabwechsel im BKH Augsburg: Johannes Weiss-Brummer und seine Nachfolgerin als stellvertretende ärztliche Direktorin, Dr. Anne Hiedl.
Augsburg: Bezirkskrankenhaus |

Das Bezirkskrankenhaus (BKH) Augsburg hat seinen langjährigen stellvertretenden ärztlichen Direktor Dr. Johannes Weiss-Brummer in den Ruhestand verabschiedet. Der gebürtige Münchner kam im September 1989 in die Fuggerstadt und war an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik seitdem ständiger Vertreter von Chefarzt Professor Max Schmauß. Nachfolgerin von Weiss-Brummer wird Oberärztin Dr. Anne Hiedl. Die 62-jährige gebürtige Niederbayerin, die in Landsberg wohnt, leitet die Gerontopsychiatrische Institutsambulanz und ist für die Funktionsdiagnostik am BKH zuständig. Sie kam gemeinsam mit Weiss-Brummer vor knapp 28 Jahren zum BKH Augsburg.


Vor 100 Gästen in der Mehrzweckhalle der Klinik bezeichnete Schmauß seinen scheidenden Stellvertreter als „fachlich außerordentlich qualifiziert“, sehr aufgeschlossen, wissbegierig und immer einsatzbereit. „Er hat stets zwei Stationen betreut und darüber hinaus eine Reihe von nicht gerade vergnügungssteuerpflichtigen Aufgaben übernommen“, so der Ärztliche Direktor. Seine Kollegen schätzten seine ruhige, souveräne Art. Dr. Weiss-Brummer ist laut Schmauß der „juristische Fixstern unserer Klinik“ gewesen. Seine „heimliche Liebe“ galt der Forensik, also dem Arbeitsgebiet, in dem kriminelle Handlungen systematisch untersucht werden. Dazu passte, dass Professor Norbert Nedopil, der ehemalige Leiter der Abteilung Forensische Psychiatrie an der Psychiatrischen Klinik der LMU, bei einer Mittwochs-Fortbildung im Rahmen der Verabschiedung Johannes Weiss-Brummers im BKH einen einstündigen Vortrag hielt. Titel: „Zum Umgang mit Verbrechen – Sichtweisen der Psychiatrie.“ Nedopil gilt als Deutschlands bekanntester Gerichtsgutachter.
Als ein versierter Gutachter ist auch Dr. Weiss-Brummer in Erscheinung getreten. Aber nicht nur das: Der Facharzt für Psychiatrie und Neurologie kümmerte sich unter anderem um das Qualitätsmanagement und die Dokumentation innerhalb der Klinik und engagierte sich im Verein „Horizont“: Dessen Mitglieder stehen psychisch kranken Menschen, die im BKH behandelt werden und sich in einer akuten Notlage befinden, mit rascher finanzieller Unterstützung ehrenamtlich zur Seite. „Sie haben ihre Aufgaben in all den Jahren immer bravourös gemeistert“, richtete Thomas Düll, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken Schwaben als Trägerin der schwäbischen BKH, lobende Worte an den scheidenden Oberarzt.
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