Neues Parkviertel für Kriegshaber

Auch diese Brachfläche - links im Hintergrund die Post SV-Gaststätte - soll in die Bebauung mit einbezogen werden. Fotos: Hans Blöchl


Von einer zweistelligen Millionensumme war die Rede, als vor einiger Zeit im Bauausschuss des Stadtrates die neue geplante Bebauung für das Sportgelände des PostSV und um den dort bestehenden Dehnermarkt an der Grenz- und Bürgermeister-Ackermann-Straße durch Baureferent Gerd Merkle vorgestellt wurde. Albert Weber, Seniorchef der bekannten großen Gartenmarktkette, hat vor, auf dem Gelände in Kriegshaber erheblich zu investieren.

Neben der Sportfläche gehören zum Planungsraum auch eine ehemalige Gärtnerei, der bestehende Gartenmarkt der Firma Dehner sowie ein derzeit nicht genutztes Grundstück, das stark verwildert ist. Von allen Stadträten wurde die Planung wohlwollend zur Kenntnis genommen, seitens der Stadt wurde große Unterstützung zugesagt. Wie hoch die Investition letztendlich sein wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden, sie wird sich bei Realisierung im mittleren zweistelligen Millionenbereich bewegen.

Für Kriegshaber scheint es sich aber um ein weiteres städtebaulich zukunftsweisendes Projekt zu handeln, das die begonnene Wandlung des Stadtteils weiter fördern wird.

Auch Hilfe gegen Wohnungsnot

Der Mangel insbesondere an preiswertem Wohnraum ist derzeit in aller Munde. Durch den massiven Zuzug von Flüchtlingen wird sich die angespannte Situation noch verschärfen. Das Projekt "Dehnerpark" kann und will dem ein wenig Abhilfe schaffen. Die derzeitigen Projektideen sehen eine mehrgeschossige Bebauung vor, um damit auch verdichtet Wohnungen zu generieren. Insgesamt wird von ungefähr 350 Wohnungen ausgegangen. 10 bis 15 Prozent der Wohnungen sollen dabei für Sozialwohnungen und besondere Wohnformen wie generationsübergreifende Projekte vorgesehen werden. Sicher keine Lösung des Augsburger Wohnungsproblems, aber zumindest eine kleine Hilfe für einige Familien.


Der derzeit bestehende Gartenmarkt soll umgebaut erweitert werden und dann 16 000 Quadratmeter Fläche aufweisen. Dabei soll er nicht isoliert stehen, sondern in die Wohnanlage integriert werden. Das ausführende Münchner Planungsbüro "Zwischenräume" hat dafür Skizzen vorgelegt, die auch eine große Grünzone vorsehen. Diese ist als öffentlicher Park konzipiert, der Aufenthalts- und Begegnungsmöglichkeiten bietet. Sowohl die Bewohner der Anlage, die Nutzer des Gartenmarktes als auch Besucher des Parks sollen in dieser Wohlfühloase zur Ruhe kommen können. Fazit: Man kann für den Stadtteil dem Projekt nur viel Erfolg wünschen, es wird dazu helfen Kriegshaber weiter positiv zu entwickeln. Hans Blöchl
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