Oberhausen – ein Stadtteil erwacht!?

Wir wollen dem Stadtteil wirklich nichts Schlechtes nachsagen, aber der Ruf Oberhausens in der Stadt ist ja nicht der Beste. Soziale Probleme, hoher Migrantenanteil, Drogenszene am Oberhauser Bahnhof – diese und andere negative Nachrichten prägen die öffentliche Meinung über eines der größten Quartiere der Stadt. Vom Viertel rechts der Wertach bis zum Gaskessel als weithin sichtbares Symbol, von der Wertachbrücke bis zum P+R-Platz an der Donauwörther Straße reicht das Gebiet. Bunt, vielseitig, abwechslungsreich und manchmal auch ein wenig chaotisch erscheinend, birgt Oberhausen neben manchen Problemen auch viele mehr oder weniger sichtbare Schätze. Der Hettenbach etwa, der den Stadtteil durchzieht, ist ein Kleinod, das entdeckt werden will.
Es geht voran mit der Stadtteilentwicklung
Manche dieser Schätze, aber auch manche der Probleme waren in der Jahreshauptversammlung der ARGE Oberhausen zu hören und zu sehen. Di Vorsitzende Hildegard Köppel hob in ihrem Bericht die vielfältigen Aktionen des Vereins wie das Kirschblütenfest, den Adventsmarkt und den alljährlichen Marktsonntag hervor. Die vielfältigen Bemühungen um die Verbesserung der Lebensqualität im Viertel trugen erste Früchte. Das Programm „Soziale Stadt“ etwa, das durch die Stadt Augsburg mit Unterstützung der Bundesregierung seit mehreren Jahren am Laufen ist, zeigt die ersten konkreten Ergebnisse.
Helmut Seibold vom Stadtplanungsamt erläuterte die Ansätze zur Verbesserung des Wohnumfeldes und der Lebensqualität. Erste Vorhaben in Oberhausen-Nord rund um den Eschenhof seien weit fortgeschritten, andere sind am Werden und in der Planung. Das Viertel „Rechts der Wertach“ als Schwerpunkt wird in den nächsten Jahren weiter entwickelt.
Leider lässt die Finanzlage der Stadt keine größeren Schritte zu. So ist der seit langem vorgesehene Rad- und Fußweg entlang des Hettenbachs noch ein Stück Utopie, auch die Gestaltung des Wertachufers mit einem durchgängigen Radweg lässt noch auf sich warten.
Positive Auswirkungen erwartet man sich von einer Wiederbelebung des Gaswerkgeländes. Die vorgesehene Übergangsnutzung durch das Theater und der geplante Einzug vieler Künstler würde dem Stadtteil neue Impulse geben.
Der Zuzug vieler Flüchtlinge stellt diesen neuerdings vor ziemliche Anstrengungen, dank der aktiven Helferkreise ist man in der ARGE aber optimistisch, auch diese Herausforderung meistern zu können. „Oberhausen bleibt ein spannender Stadtteil, wir leben gerne da“, sagt Köppel und blickt durchaus positiv in die Zukunft.
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