Rotkreuzlädle Nr. 3 eröffnet in Pfersee.

v.r. Gertraud Rapp, Rita Schülein und Maximiliane Pauler freuen sich über den neuen Laden und hoffen auf viele Kunden. Foto Blöchl
Es ist in der letzten Zeit häufig davon die Rede, dass in unserer Gesellschaft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Dabei ist ja nicht eindeutig definiert wo Armut oder Reichtum beginnen, vielleicht hat da jeder seinen eigenen Maßstab. Unser Leben bietet eine Fülle von Möglichkeiten des Konsums und des Erlebens. Aber nicht alle Menschen können an den vielfältigen Angeboten teilhaben. Andererseits gibt es aber auch viele Menschen die in einem gewissen Überfluss leben, nicht nur das Lebensnotwenige kaufen können. Es gibt Lebensbereiche wo das auffällig wird und aus der akademischen Diskussion eine sichtbare Konsequenz folgt.

Soziale Kaufeinrichtungen wachsen sprunghaft.

Ein sichtbares Zeichen ist die sprunghafte Zunahme von sozialen Handels-einrichtungen wie Sozialkaufhäuser, Kleiderkammern und – läden. Auch in Augsburg ist der Bedarf gestiegen Das ist zum geringsten Teil auf den Zuzug von Migranten und Flüchtlingen zurückzuführen. Auch ohne sie gibt es einen immer größer werdenden Prozentsatz von Menschen in unserer Stadtgesellschaft, der auf preiswerte Einkaufsmöglichkeiten angewiesen ist. In Pfersee hat nun wieder ein Rotkreuzlädle für Kleidung, Schuhe und Accessoires eröffnet, der dritte nach Lechhausen und Oberhausen. An der Augsburger Straße findet man einen geräumigen Laden, der genauso aussieht wie viele andere Läden dieser Art auch. Der Unterschied ist nur, „dass hier Menschen zu günstigen Preisen das einkaufen können, was anderen nicht mehr gefällt!“ Sagt Leiterin Gertraud Rapp. Wenn man sich umsieht findet man alles was Mann oder vor allem auch Frau braucht. Modisches, Praktisches und auch ein wenig Schnickschnack darf es sein. Die angebotenen Sachen werden alle gespendet, jeder kann im Laden Kleidung oder Schuhe abgeben. „Es sollte aber drauf geachtet werden, dass die Dinge sauber und auch noch in Ordnung sind“ meint Maximiliane Pauler, die hier wie alle derzeit 8 Mitarbeiterinnen ehrenamtlich tätig ist. Die gespendeten Gegenstände werden angesehen, gereinigt und eventuell auch noch repariert bevor sie angeboten werden. Aber auch das was nicht mehr verkauft werden kann wird nicht einfach entsorgt, sondern weiter verwendet. So entsteht der Kreislauf, der vielen hilft! Kleidung kann im Laden von Montag bis Freitag von 10 – 18 Uhr und am Samstag von 10 – 14 Uhr abgegeben und auch gekauft werden. Gesucht werden auch noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich unter Tel. 0821 – 45046115 bei Gertraud Rapp melden können.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.