Stadt hat Mühlbachquartier aufgewertet.

Christine Kamm, Rupert Mairoser (v.l.), Riner Erben und Peter Monz (v.r.) sowie Stadt-Grünen-Sprecher Peter Rauscher (Mitte) informierten über die Situation am Mühlbach. Foto Blöchl

Grüne besichtigen neu gestaltetes Viertel in Pfersee.

„Gut Ding will Weile haben“ – das alte Sprichwort trifft sicher auch auf den neu gestalteten Abschnitt des Mühlbachs zwischen der Ausweitung aus der Wertach und der Gollwitzer Straße in Pfersee zu. „Schon 1993 gab es die ersten Diskussionen“, berichtete die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/GRÜNE, Christine Kamm. Anfangs passierte wenig bis gar nichts, erst ab 3004 bekam das Anliegen mehr Dynamik erinnern sich Teilnehmer an einer Besichtigung zu der die GRÜNEN aus Pfersee eingeladen hatten. Der Spielplatz an der Hans Adlhoch-Schule war eines der ersten Projekte das damals verwirklicht wurde.
Umweltreferent Reiner Erben und der städtische Fachbereichsleiter für Landschafts- und Grünplanung Rupert Mairoser erläuterten die langwierigen Planungen und Entscheidungen für das Areal entlang des Mühlbachs. Knapp 300 000 Euro wurden in die Aufwertung und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität investiert. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“ lautete die übereinstimmende Meinung der Teilnehmer. Der Bachlauf wurde aufgewertet und ist an einigen Stellen zugänglich gemacht worden. Grünflächen laden zum Verweilen ein. Typisch Kiesstreifen und Steine sind nicht nur für Kinder beliebte Spielorte. Die von einer Teilnehmerin erbetene Reckstange für das Rückentraining wird es wohl auch noch geben. Ein kleines städtebauliches Kleinod ist entstanden, „für Pfersee eine Aufwertung“ wie Reiner Erben betont. Um irgendwelchen Begehrlichkeiten vorzubeugen, verweist er darauf, dass nun andere Stadtteile wie „Lechhausen mit dem Flößerpark" dran wären.

Hunde und Müll bereiten Sorgen.

Die Verschönerung hat auch ihre Schattenseiten, wie Peter Monz, der Vorsitzende des DjK Pfersee beim Spaziergang erläutert. Es nutzen mehr Menschen die Anlagen, auch mit ihren Vierbeinern „Die freilaufenden Hunde sammeln ihre Hinterlassenschaften nicht selbst ein, auch ihre Herrchen und Frauchen tun das nicht immer“. beschreibt er die Situation in den Grünanlagen am Bach. Aber auch für Kinder stellen die Hunde mitunter eine Gefahr dar. Lösungen dafür sind aber nich einfach zu finden. „Einen generellen Leinenzwang kann es nicht geben!“ betont der Umweltreferent.
Genauso schwierig ist den Hinterlassenschaften anderer Zeitgenossen beizukommen, die beim Spaziergang offensichtlich wurden. Papiertüten, Flaschen, Zigarettenkippen – die Zeugen schlechter Erziehung sind unübersehbar. Auch das spontane Aufsammeln der Teilnehmer konnte das Bild nur unwesentlich bessern. Die Sofortreaktion mit dem Ruf nach „mehr Einsatz der Stadt“ erteilen sowohl Erben als auch Mairoser eine klare Absage. Personal- und Finanzmangel ließen hier keine weitere Erhöhung der Reinigung der Anlagen zu. Es bleibt wohl nur der Appell an die Vernunft oder der Versuch, mehr ehrenamtliches Engagement auch für Parks und Grünanalgen zu erreichen.
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