Viele Informationen im Stadtteilarbeitskreis in Kriegshaber

Pfarrer Gerhard Groll (Mitte) sieht den Stadtteiltreff auf einem guten weg. Die große Resonanz bestätigt ihn. Foto Blöchl
 
Die Bebauung des Reesegeländes, hier ein Blick vom neuen Spielplatz am Abraxas, sorgt nach wie vor für Diskussionen. Foto Blöchl

Turnusmäßiges Treffen des CCKT.

Über 30 Vertreter unterschiedlichster Organisationen – von der Stadt über die Polizei bis hin zu Kindertagesstätten und Schulen – treffen sich zweimal jährlich im Rahmen des Cramerton-Centerville – Kriegshaber - Treffs. Allein die Tatsache der hohen Beteiligung zeigt wie wichtig der Treff ist!“ sagt durchaus mit etwas Stolz einer der Initiatoren des seit 20 Jahren bestehenden Arbeitskreises in Kriegshaber, Pfarrer Gerhard Groll von der katholischen St. Thaddäus – Kirche. Auch wenn es kein Entscheidungsgremium ist, werden Vorschläge aus diesen Reihen gehört, die Informationen helfen untereinander, man bespricht gemeinsame Aktivitäten. Beim Treffen in der neuen Centerville – Mittelschule informierte deren seit 1.8. im Amt befindliche Rektor Christoph Dietsche über das Konzept der Schule mit derzeit 29 Klassen und 540 Schülerinnen und Schüler.

Kulturpark – West darf (noch) bleiben.

Erfreut wurde die Information des Geschäftsführers des Kulturparks – West an der Sommestraße, Peter Bommas, zur Kenntnis genommen, dass der eigentlich bis 2017 befristete Vertrag vorerst bis Ende 2019 verlängert werden soll.. Die vorgesehene Verlagerung der mittlerweile fest im Stadtteil verankerten Kunstszene auf das Gelände des alten Gaswerks verzögert sich, selbst eine weitere Verschiebung ist nicht ausgeschlossen. Das insgeheim natürlich auch Träume mitschwingen, die Institution doch oder zumindest teilweise zu erhalten war zu spüren. Es ist angedacht, dass auch Flächen im Umland (Friedberg) agenietet werden, um die derzeit ca. 170 Nutzer des Kulturparks unterzubringen.
Für den Oberhauser Bahnhof wurde ein neues Konzept vorgestellt, mit dem der soziale Sprengstoff, der sich dort manchmal entzündet, entschärft werden kann. Wir berichteten.

Entspannung auf dem Reesegelände?!

Vertreter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) berichteten von einem nichtöffentlichen Informationsabend mit Vertretern der Stadt, der WBG und Bewohnern des Reesegeländes. Es sollte versucht werden, den teils massiv auch in der Öffentlichkeit geäußerten Bedenken gegen eine Bebauung des Geländes mit öffentlich geförderten Wohnungen entgegen zu treten. Dies scheint nach den Schilderungen von Teilnehmern an dem Treffen auch gelungen zu sein. Zumindest wurde von einer sachlichen und konstruktiven Atmosphäre berichtet. Themen waren hauptsächlich die Parkplatzsituation, die Verschmutzung des Parks und die Lärmbelastung durch die Kantine / das Bombig und Jugendliche, die nachts lautstark durch den Park ziehen. Nach der sehr emotionalen 1. Versammlung im August war die Atmosphäre deutlich entspannter. Tanja Bergmann von der zuständigen Polizeiinspektion in Pfersee informierte, dass aus polizeilicher Sicht der Reesepark keine auffälligen Probleme bereitet. Der Baubeginn wird sich bis 2018 verzögern, der Spatenstich für den Nordbereich wird 2017 erfolgen. Vertreter der Bewohner der Wohnanlagen im Reeseparksollen - ähnlich wie aus dem Cramerton – zukünftig in die Arbeit des CCKT eingebunden werden.

Nur wenige Flüchtlinge in Kriegshaber.

Insgesamt nur 35 Asylbewerber halten sich derzeit im Stadtteil auf, wie Vertreterinnen des Helferkreises für Flüchtlinge berichteten. Die Erstaufnahmeeinrichtung im Industriegebiet stehtseit einigen Wochen leer. Über die Weiterverwendung entscheidet die Regierung von Schwaben. Die ehrenamtlichen Helfer unterstützen die Flüchtlinge bei der relativ schwierigen Wohnungssuche und auch bei alltäglichen Anforderungen. Gelobt wurde die verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Ehrenamtlichen l und den zuständigen Behörden bzw. der WBG.

Andere Themen wie Änderungen im Jugendzentrum R33, Termine verschiedener Institutionen und allgemeine Informationen rundeten einen Abend ab, bei dem der außernstehende Betrachter den einruck gewinnen konnte, dass sich da eine große Gruppe von Menschen darum bemüht, einen aufstrebenden Stadtteil wie Kriegshaber gemeinsam zu gestalten.
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