Direktversicherung - erst angelockt - dann abgezockt!

Sie sind noch Arbeitnehmer, oder schon Rentner?
Sie haben über Ihren Arbeitgeber eine Kapitallebensversicherung als sog. Direktversicherung abgeschlossen und in diese Ihren sauer verdienten Lohn – für den Sie natürlich schon Krankenkassenbeiträge gezahlt hatten – eingezahlt?
Von Ihrem Arbeitgeber haben Sie nicht einen Cent Zuschuss bekommen. Sie waren ja der Aufforderung der Politik nachgekommen, selbst etwas für Ihre Altersvorsorge zu tun. Sie wurden ja vom Staat mit einer niedrigen Pauschalsteuer angelockt.
Sie freuen sich jetzt auf eine ordentliche Auszahlung.
Und genau an dieser Stelle haben Sie sich geirrt. Und zwar gründlich !
Denn Ihre gesetzliche Krankenkasse teilt Ihnen nach erfolgter Auszahlung mit, dass Sie auf diese Summe verteilt auf 120 Monate Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen haben, einschließlich Arbeitgeberbeitrag! Und zwar aktuell 18% Monat für Monat.

Auf Nachfrage erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse folgende Antwort:
Bei der erhaltenen Kapitalleistung handelt es sich um einen betrieblichen Versorgungsbezug gem. § 229 SGB.

Spätestens dann werden Sie sich fragen, „ich habe doch mit meinem eigenen Geld, für das ich bereits Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt habe, diese Kapitallebensversicherung bezahlt. Mein Arbeitgeber hat doch nur pro Forma gegenüber der Versicherungsgesellschaft als Antragsteller fungiert“.
Im Jahr 2004 wurde diese zutiefst ungerechte und unsoziale Regelung im Deutschen Bundestag mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz zum geltenden Recht erklärt.
Wertvorstellungen wie Vertrauens- und Bestandsschutz, auf die Millionen Bürgerinnen und Bürger mit Abschluss ihrer Direktversicherungen gesetzt hatten, wurden seinerzeit im Deutschen Bundestag mit den Stimmen der CDU/CSU/SPD/Grüne mit einem Federstrich zur Seite gefegt. Begründet mit Finanzlücken bei den gesetzlichen Krankenkassen und der Leistungsfähigkeit von älteren Menschen.
Millionen von Bürgerinnen und Bürger sind zutiefst enttäuscht und ja – auch wütend und empört – über diesen rückwirkenden Eingriff in geschlossene Verträge.
Hatte sich zum Beispiel ein Versicherter auf eine Ausschüttung in Höhe von 100.000 Euro aus seiner Direktversicherung eingestellt, stellt er bei Auszahlung seiner Direktversicherung fest, dass von dieser Summe rund 17.850 Euro an seine gesetzliche Krankenkasse gehen. Unter dem Strich ein riesiges Verlustgeschäft.
Private Altersvorsorge wird nicht honoriert :

Erst angelockt – dann abgezockt

Deshalb :
Hände weg von Direktversicherungen – nur Ihre Krankenkasse freut sich !

Zahlreiche Betroffene haben sich zu dem jüngst gegründeten Interessenverband
Direktversicherungsgeschädigte e.V. (www.dvg-ev.org)
zusammengeschlossen.

Sie fordern
• Die sofortige Abschaffung der Beitragszahlungen aus Direktversicherungen und
• Die vollständige Rückerstattung der gezahlten Beiträge an die Betroffenen

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Hilfe oder mehr Informationen benötigen, oder vielleicht auch Mitglied werden wollen. Jede Stimme zählt !
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