Für Flixbus und Co.: Zentraler Busbahnhof für Augsburg gefordert

Kein Hingucker: Die Bus-"Station" Augsburg-Nord. Foto: Kemp da Silva


Fernbusse stoppen in Augsburg auf dem Park-&-Ride-Parkplatz-Nord. Und zwar im wahrsten Sinne; eine richtige Haltestelle gibt es nämlich nicht. Begrüßt beziehungsweise verabschiedet werden die Fahrgäste von Betonwüste und Bauzaun.

Das wollen die CSU- und FDP-Stadtratsfraktionen nun ändern: Sie fordern einen Busbahnhof. Die Verwaltung soll demnach damit beauftragt werden, "den Ausbau eines Zentralen Omnibusbahnhofs in Oberhausen unter Berücksichtigung der heutigen Standards zu planen, die Kosten zu ermitteln und im zuständigen Ausschuss zu berichten", schreiben sie an Oberbürgermeister Kurt Gribl.

Der Haltepunkt im Augsburger Norden entspreche nicht mehr den Anforderungen "und ist dem dortigen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen", begründen die Fraktionen. Im Durchschnitt fahren täglich 80 Busse den Park-&-Ride-Parkplatz an. An Wochenenden, vor Feiertagen und in den Ferien gebe es laut CSU und FDP Tage, an denen deutlich über 200 Busse Augsburg ansteuern.

Auch Details dazu, wie eine solche Station aussehen soll, nennen die Parteien. Sie fordern zum einen eine Zufahrtskontrolle. So sollen Schranken errichtet und eine Nutzungsgebühr eingeführt werden. Das sei "unverzichtbar". Zudem möchten die Unterzeichner des Antrags, dass Informations- und Unterstellmöglichkeiten installiert, eine Toilettenanlage errichtet sowie Kurzzeitstellplätze für den Bring- und Abholverkehr geschaffen werden. Auch "zukünftige Einnahmemöglichkeiten durch zu vermietende Werbeflächen und Stellflächen für Verkaufsautomaten zu prüfen", regen die Politiker an.

Der umgestaltete Busbahnhof würde "das nördliche Einfahrtstor der Stadt komplettieren", sind die Fraktionsmitglieder sicher. (lib)
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