Mögliches Aus für den Süchtigen-Treff an der Dinglerstraße: OB Gribl stärkt Dirk Wurm

Das ehemalige "Paparazzi" wird wohl nicht Standort des Süchtigen-Treffs. Foto: Janina Funk


Nachdem am Mittwoch bekannt wurde, dass die CSU-Fraktion als stärkste Kraft im Stadtrat gegen den Standort Dinglerstraße für einen betreuten Süchtigen-Treff stimmen will, hat sich am Donnerstag Oberbürgermeister Kurt Gribl dazu geäußert. Er selbst habe nicht an der entsprechenden Fraktionssitzung seiner Partei teilgenommen, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Er sei stets ergebnisoffen an die Diskussion herangegangen, betonte Gribl. Seine Fraktion habe triftige Bedenken, die sich "auf die Gründe, die aus dem Wohnumfeld vorgebracht worden sind", stützen.

Drei Bürgerversammlungen waren in den Räumen der ehemaligen Gaststätte "Paparazzi" abgehalten worden, viele Anwohner hatten sich gegen den Treff für die Alkoholiker- und Drogenszene des Helmut-Haller-Platzes am Oberhauser Bahnhof ausgesprochen.

Nun müsse man, so Gribl, "Gestaltungen finden, die weniger konfliktträchtig sind". Die Maßnahme als solche werde aber nicht verworfen, kündigte der Rathauschef an, denn man brauche eine Einrichtung, "um die Szene aufzufangen".

Dass es das Regierungsbündnis aus CSU und SPD, der der zuständige Referent Dirk Wurm angehört, gefährdet, glaubt Gribl nicht. "Nicht jeder Ansatz entscheidet über Wohl und Wehe einer Koalition", sagte der Oberbürgermeister. Man werde sich gemeinsam auf den Weg machen, eine Lösung zu finden, "selbstverständlich mit Dirk Wurm", dem Gribl eine "gute Arbeit" attestierte, gerade weil es beim Thema Süchtigen-Treff "immer Konflikte" gegeben habe. Es wäre deshalb "ungerecht zu sagen, dass schlechte Arbeit dahintersteckt."

Der Kern des Anliegens sei ohnehin, die Szene in den Griff zu bekommen. (lib)
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