Trinkertreff am Oberhauser Bahnhof: SPD wehrt sich gegen Grab-Vorwürfe

Am Helmut-Haller-Platz soll ein betreuter Treff für die Drogen- und Alkoholszene entstehen. Darum ist ein Streit zwischen Ordnungsreferent Dirk Wurm entbrannt. (Foto: David Libossek)

Die SPD-Fraktion hat zu den Vorwürfen von Stadtrat Peter Grab (WSA) gegen den Ordnungsreferenten Dirk Wurm (SPD) eine Stellungnahme abgegeben - und mit deutlichen Worten die Kritik zurückgewiesen.

Es geht um den geplanten Treffpunkt für Drogen- und Trinkerszene am Oberhauser Bahnhof, für den nun offenbar eine Immobilie gefunden wurde. Grab hatte vor allem die Kommunikation des Ordnungsreferenten angeprangert. Wurm habe Teilhabe an der Entscheidung angekündigt, wolle die Adresse jedoch erst preisgeben, wenn der Mietvertrag unterzeichnet ist. Für Grab stünden Anwohner wie Stadträte dadurch vor vollendeten Tatsachen.

Dagegen wehrt sich Wurms Fraktion. Der Referent könne "doch nicht, bevor er nicht 100 prozentig weiß, ob der Mietvertrag unterschrieben wird, an die Öffentlichkeit gehen", schimpft Stadtrat Dieter Benkard. "Da stehen doch wieder die gleichen Stadträte auf und versuchen das wichtige Entlastungsangebot aus politischer Profilierungssucht zu verhindern." Grab solle als Mitglied des Allgemeinen Ausschusses wissen, wie schwer es sei, eine geeignete Immobilie für den Treff zu finden, sagt Benkard.

"Wer hat schon gerne entsprechendes Klientel in seiner Nachbarschaft. Dass ein Angebot für Drogensüchtige in der Stadt auch klappt, beweist das Anwesen in der Holbeinstraße von der Drogenhilfe oder auch das Café Berta in Dortmund", lässt Fraktionsvorsitzende Margarete Heinrich wissen und ergänzt: "Die Bürger, so hat es Wurm zugesichert, werden umfassend informiert; über den Standort der Immobilie und was darin passiert."

Heinrich schießt zudem gegen Grab: "Er hat in dieser wichtigen Diskussion um ein Entlastungsangebot für den Helmut-Haller-Platz keinen einzigen konstruktiven Vorschlag unterbreitet. Sein Verhalten trägt in keiner Weise dazu bei, eine breite Akzeptanz zu den Vorschlägen aus der Verwaltung herbeizuführen."
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