Viel Prominenz beim CSU – Neujahrsempfang.

v.l. CSU - Stadtrat und Kreisvorsitzender Leo Dietz, Stadträtin Katja Scherer, Bürgermeistern Eva Weber, MdB Volker Ulrich, Ortsvorsitzender Bernd Zitzelsberger, Gerda Hasselfeldt, Bernd Kränzle und Johannes Hintersberger. Foto Blöchl

Versöhnliche Töne von CSU – Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt.

Die CSU Pfersee mit ihrem rührigen Vorsitzenden Bernd Zitzelsberger entwickelt sich mittlerweile zu einem Treffpunkt des Stadtteils und vor allem auch der örtlichen CSU – Prominenz. Der Pfarrsaal von Herz – Jesu war bis zum letzten Platz gefüllt, neben den Parteianhängern gaben sich viele Vertreter der Vereinen und Organisationen im Stadtteil die Ehre. Angeführt von Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl war die Augsburger CSU – Spitze mit dem Bezirkschef Staatssekretär Johannes Hintersberger, dem Bundestagsabgeordneten Volker Ulrich, dem Landtagsabgeordnetem und Fraktionschef im Rathaus Bernd Kränzle, Bürgermeisterin Weber und vielen weiteren Mandats- und Funktionsträgern vertreten. „Pfersee hat einen guten Ruf!“ meine dazu der Ortsvorsitzende.
Für Schmunzeln sorgte Kaplan Johannes Prestele, der den Stadtpfarrer Franz Götz vertrat mit der Begründung „dieser wäre bei einem Ehewochenende!“ Das Thema Sicherheit bestimmte seine Rede genauso wie die der anderen Redner. Er sah viele Ängste eigentlich nicht begründet, weil „Wohlstand und Sicherheit nicht bedroht sind“. Für bemerkenswert hielt er, dass die Sorgen in den „nichtchristlichen Gebieten in Ostdeutschland am größten sind!“

Volker Ulrich beschrieb in seinem Grußwort die Situation in Deutschland als gut, deshalb gele es „den Zusammenhalt zu bewahren!“. Auch er betonte die Bedeutung der inneren Sicherheit. Er bekannte sich zur „universellen Verpflichtung zu den Menschenrechten“, die auch die Hilfe für Flüchtlinge beinhaltet. Gleichzeitig forderte er aber die konsuquene Anwendung von Rechtgrundlagen wenn es um Abschiebung geht.

Konziliant im Ton – klar in den Forderungen.

Wer den letzten Empfang 2016 mit dem poltrigen CSU - Landtagsfraktions-vorsitzenden Thomas Kreuzer erlebt hatte war angenehm vom Stil der Rede überrascht.
Die scheidende Landesgruppenchefin Gerad Hasselfeldt plädierte für eine Politik der Nachhaltigkeit, „die nicht zu Lasten kommender Generationen gehen darf!“ Auf ihre rhetorische Frage nach dem Zustand des Landes beschrieb sie diesen als positiv mit hoher Wirtschaftsleistung, geringer Arbeitslosigkeit, steigenden Löhnen und Renten sowie ausgeglichenen öffentlichen Haushalten. Besonders dankte sie den vielen Ehrenamtlichen vor allem auch in Parteien, die die „Gesellschaft am Laufen halten!“ Gegensätzlich skizzierte sie die Weltlage mit Kriegen, Terror und zunehmenden Flüchtlingsströmen und die Verfolgung von Christen in der ganzen Welt.
Das Verständnis von Ängsten vor den Folgen von Globalisierung und Digitalisierung müssten gesehen werden. sie stellte aber in Frage ob „die Identität durch Überfremdungsangst bewahrt werden kann?“ Sie nannte 4 zentrale Aufgaben, die die Politik zu erledigen habe. Die Stärkung der Wirtschaftskraft, die Stärkung Europas, eine geringere Steuerbelastung – verbunden mit einer klaren Absage an eine Erbschafts- oder Vermögenssteuer - und die Erneuerung der Infrastruktur bilden die Basis für eine weitere positive Entwicklung. In der Inneren Sicherheit als zweiter Säule könne „Datenschutz nicht wichtiger sein als Sicherheit!“ Die konsequente Anwendung von Gesetzen hätte nach ihrer Meinung den Terroranschlag von Berlin verhindern können. Der Einsatz gegen Alltagskriminalität müsse verbessert werden. Im Umgang mit den Flüchtlingsströmen warb sie für eine menschlichen und humanen Umgang einerseits, für Hilfen in den Herkunftsländern der Menschen andererseits. Starke Anstrengungen zur Integration der Menschen die hier bleiben werden ist für Hasselfeldt die vierte wichtige Aufgabe zukünftiger Politik, hier sah sie Bayern auf einem guten Weg.

Mit weiteren Grußworten des Oberbürgermeisters und des CSU – Vorsitzenden Johannes Hintersberger endete der Empfang begleitet von der Jugendjazzband „Pfersee Power“. Man darf gespannt sein, wen die CSU Pfersee als Prominenz im nächsten Jahr begrüßen kann.
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