Wie weiter mit der Spicherer-Schule?

Für die ehemalige Spichererschule in Pfersee wird eine Zwischenlösung gesucht. Foto Blöchl

Zwischenlösung mit Übergangsklassen angedacht.

Im Sommer letzten Jahres hatte der Stadtrat aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen beschlossen, dass in der ehemaligen Spicherer-Schule vorübergehend eine dezentrale Unterkunft für Asylbewerber entstehen soll, bevor die WBG auf dem Gelände 60 Wohnungen bauen wird. „Die Idee war, dass für zwei Jahre bis zu 90 Geflüchtete in den ersten beiden Stockwerken unterkommen, bevor die WBG auf dem Gelände 60 Wohnungen bauen wird. Gerade für Familien wären die großen Klassenzimmer ideal gewesen. Zudem hätte der Helferkreis Asyl, der sich gleich am Anfang in Pfersee gegründet hat und eine sehr gute Arbeit in den anderen Unterkünften im Stadtteil leistet, einen eigenen Raum haben können, um dort Beratungen, Deutschkurse oder Spielenachmittage durchzuführen. Damit hätten wir die tolle, ehrenamtliche Arbeit aufwerten können“, sagt Anna Rasehorn, die für das Projekt im Sozialausschuss gestimmt hat.
Nun sind Monate vergangen, die Räume wurden umgebaut, die Kindertagesstätte Pfiffikus ist an die Hans-Adlhoch-Schule gezogen und noch kein Asylbewerber ist eingezogen. Daher haben sich die beiden Pferseer SPD - Stadträtinnen Anna Rasehorn und Angela Steinecker mit Bürgermeister Stefan Kiefer (ebenfalls SPD) an der ehemaligen Schule getroffen, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Kiefer hatte auch schon eine Antwort parat: „Nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel" wird festgelegt, wie viele Asylsuchende ein Bundesland aufnimmt. Jedoch hat Bayern zum einen bereits letztes Jahr im Gegensatz zu anderen Bundesländern sehr viele Geflüchtete aufgenommen. Zum anderen kommen gerade wenige Menschen in Europa an. Daher werden Augsburg momentan sehr wenige Asylbewerber zugewiesen. Dies kann sich allerdings in ein paar Wochen schon wieder anders darstellen, da keiner voraussehen kann, wie sich die Flüchtlingszahlen in den kommenden Monaten entwickeln werden. Daher sind wir für alles gewappnet und sind stolz, dass wir die Situation in Augsburg bis jetzt so gut bewältigen konnten. Vielleicht können wir bis dahin den dritten Stockwerk für Übergangsklassen herrichten, da die Klassenzimmer in der ehemaligen Schule schon vorhanden sind.“

Übergangslösung vorgeschlagen.

Angela Steinecker, Mitglied im Bildungsausschuss freut das sehr: „Wir haben derzeit 44 Übergangsklassen in Augsburg. Mehr als die Hälfte der Schüler stammt dabei aus der EU- großteils aus dem südosteuropäischen Raum. Flüchtlingskinder sind eine größere Minderheit in den Klassen. Der Bedarf an solchen Klassen ist in Augsburg sehr groß und es fehlt uns gerade an Räumlichkeiten und Lehrkräften. Da wäre die ehemalige Spicherer-Schule eine ideale Zwischenlösung! Später ist ja daran gedacht, auf dem Gelände Wohnbebauung zu gestalten.
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