Wo Pfersee der Schuh drückt

Mehr Radständer, weniger Werbung: Das ist der Wunsch der Pferseer CSU für den Platz bei St. Michael. (Foto: pm)

Die Pferseer CSU hat in ihrer Ortsversammlung über die Entwicklung des Stadtteils gesprochen. Dabei wurden Themen wie Asyl, Verkehr und Kinderbetreuung besprochen.

Pfersee. Die Themen Asyl und Migration, Bebauungsplan „Sheridan-Kaserne, Teilbereich östlich des Nestackerweges“ sowie die Straßenbahnlinie 5 standen in der Ortshauptversammlung der CSU Pfersee im Fokus.

Angespannte Hortsituation in Pfersee:
Mehr als 20 Eltern hatten sich wegen der Hortsituation in den vergangenen Wochen an die CSU Pfersee gewandt. Mehrere Mütter und Väter der Kindertagesstätte Columbus sowie die Elternbeiratsvorsitzende waren in der Versammlung zu Gast, denn besonders im Hort ihrer KiTa scheint die Lage prekär.

Wie bereits im Vorjahr gab es dort wesentlich mehr Voranmeldungen, als Plätze zur Verfügung stehen. Daher sind viele Eltern, darunter auch Alleinerziehende, in großer Sorge, ob ihre Kinder im kommenden Jahr in der Kindertagesstätte Columbus oder in Pfersee überhaupt einen Hortplatz bekommen. Die anwesenden Eltern schilderten die Situation, die Elternbeiratsvorsitzende Daniela Frazier sagte: „Im Columbus gibt es ein sehr gutes pädagogisches Konzept. Die Eltern wollen eine gute Betreuung.“ Die Anmeldung einer Ganztagsklasse sei für viele Eltern aus verschiedenen Gründen keine sinnvolle Lösung.

Asyl und Migration:
Der CSU-Chef Bernd Zitzelsberger referierte über die Asylsituation und die damit geltenden Regeln. Aber auch die Lage in Augsburg und speziell in Pfersee wurde beleuchtet: Unter den inzwischen knapp 3000 Asylbewerbern in Augsburg seien 350 unbegleitete Minderjährige. In Pfersee gibt es mehrere dezentrale Unterkünfte, die Spichererschule werde ab 2016 zwei Jahre lang bis zu 90 Flüchtlinge beherbergen. Viele Freiwillige haben sich in einem Helferkreis zusammengeschlossen, der sich um die Integration der und Hilfe für die Flüchtlinge kümmert.

Stadtteilentwicklung:
Für den Abschnitt des Areals der ehemaligen Sheridan-Kaserne, der östlich des Nestackerweges“ liegt, fordert die Pferseer CSU einen Anteil von mindestens 30 Prozent öffentlich geförderter Wohnungen. Bei der Neugestaltung des Platzes bei St. Michael sollen deutlich mehr Fahrradständer aufgestellt werden, weil der Platz mit den vielen Containern und Werbeträgern derzeit kein allzu schönes Bild abgibt.

Die heiß diskutierte neue Straßenbahnlinie 5 war genauso Thema wie eine Verkehrsberuhigung in der Lutzstraße. Es wird moniert, dass die Straße nur einseitig bebaut ist und daher – abgesehen von wenigen Stellen – kaum von Fußgängern gequert wird. Die mehr als 20 „Inseln“ verursachen unnötiges häufiges Bremsen und Anfahren. Das soll noch einmal überprüft werden.

Neuwahlen:
Petra Michel, Elke Hertig und Robert Brunner wurden als Beisitzer in den Vorstand der Ortsgruppe gewählt.

von hb
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