Zu wenig, zu langsam? 1000 Unterschriften für eine schnelle Lösung am Oberhauser Bahnhof

Für die Suchtkranken, die sich am Oberhauser Bahnhof treffen, möchte die Stadt Augsburg ein "alternatives Angebot", in Form eins betreuten Treffpunktes schaffen. Ein Gesamtkonzept für den Vorplatz lässt allerdings immer noch auf sich warten. Foto: Janina Funk

Ein zentraler Treffpunkt für die Drogen- und Alkoholszene der Stadt ist der Oberhauser Bahnhof. Viel wurde bisher im Stadtteil und in den politischen Gremien diskutiert, wie die Situation verbessert werden könnte. Geplant ist unter anderem eine Art "Trinkerraum", eine Einrichtung mit Betreuungspersonal, in der sich die Szene treffen könnte. Manch einem dauert das alles aber zu lange. Eine Gruppe um den früheren Bürgermeister Peter Grab hat nun Unterschriften gesammelt für eine schnelle Umsetzung eines Gesamtkonzeptes.

1000 Unterschriften für ein Konzept für den Vorplatz des Bahnhofs seien nun zusammen, betont Grab, der für den Bürgerverein WSA im Stadtrat sitzt. Am Donnerstag sollen die Unterschriftenlisten an die Stadtregierung übergeben werden.

Die Initiatoren hatten Ende Mai im Zuge eines Bürgertreffs am Helmut-Haller-Platz beschlossen, Unterschriften für "eine schnellstmögliche Umsetzung des Gesamtkonzepts" für den Platz zu sammeln. Das Konzept, auf das sich Grab bezieht, war bereits im Dezember 2016 im Allgemeinen Ausschuss beschlossen worden.

Er kritisiert darüber hinaus Ordnungsreferent Dirk Wurm, der in jener Ausschusssitzung "erste Umsetzungsmaßnahmen" für die darauffolgende Sitzung im März angekündigt hätte. "Weder in dieser März-Sitzung, noch in den nächsten Sitzungen des Allgemeinen Ausschusses im Mai und Juli dieses Jahres machte der Ordnungsreferent seine Ankündigung wahr", moniert Grab, der von dem zentralen Konzept-Punkt "Trinkerraum" zudem nicht allzu viel hält. Es reiche nicht, sich um die Süchtigen zu kümmern in Form eines alternativen Aufenthaltsangebots.

Seine lange Liste an Forderungen schiebt der Stadtrat gleich hinterher: "Baulich-gestalterische Maßnahmen für den Platz, ordnungsrechtliche Maßnahmen mit konkreten Plänen und Zeitaufwandfestlegungen, Platzmanagement-Maßnahmen in den Bereichen Grünpflege, Instandhaltung und Reinigung sowie eine klar definierte Vernetzung der Zusammenarbeit zwischen allen betroffenen Akteuren hinsichtlich des Platzesbeziehungsweise seiner Umgebung und ein nachvollziehbares Einsatzkonzept der Streetworker sowie anderer Betreuer der Süchtigen im Sinne einer Konfliktprävention." 
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