Trotz guter Leistung in München: Panther verlieren auch mit Goalie Roy

Lattentreffer und Raufhandel: Mark Cundari
 
Leggio im Münchner Tor (hier beim Spiel im Curt-Frenzel-Stadion) wurde auch diesmal wieder eingestaubt.

Trotz guter Leistung unterliegen die Augsburger Panther ein weiteres Mal, diesmal beim Deutschen Meister in München. Neuzugang Olivier Roy im Tor zeigte eine tolle Leistung, die Gegentreffer von Abeltshauser, Mauer, Pinizzotto und Hager konnte er so wenig verhindern wie sein Gegenüber Leggio die Tore von Dinger, LeBlanc und Parkes. Auch wenn der Abstand auf Platz 10 (Bremerhaven mit einem Spiel mehr) jetzt nach der Hälfte der Spiele zehn Punkte beträgt, lassen die zuletzt gezeigten Leistungen hoffen, dass bald wieder gewonnen wird.

Wechsel im Tor: Olivier Roys Debüt für den AEV

Mike Stewart konnte auch gegen den EHC nicht auf die Verteidiger Steffen Tölzer und Scott Valentine zurückgreifen, im Sturm fehlte Aleksander Polaczek. Für ihn stand wieder Hans Detsch im Kader, Nachwuchshoffnung Marco Sternheimer spielt dieses Wochenende für Sonthofen in der Oberliga. Der größte Wechsel fand jedoch im Tor statt: Jonathan Boutin saß als Back-up auf der Bank, das Gehäuse hütete erstmal Neuzugang Olivier Roy, der gleich geprüft wurde und nach eineinhalb Minuten das erste Tor kassierte. Daran war er schuldlos, denn Münchens Seidenberg versperrte die Sicht auf Abeltshausers Schuss von der Blauen Linie. Nur eine halbe Minute später jubelten die AEV-Fans, denn Leggio im EHC-Tor ging es genauso: Bullygewinn, der Puck wird zurückgelegt und Derek Dinger trifft erstmals seit seinem Viertelfinal-Doppelpack – auch Leggio hatte wegen Verkehr vor dem Tor keine Chance den Puck rechtzeitig zu sehen.

Der zuletzt leicht kriselnde Meister – drei Niederlagen in Folge – hatte zwar mehr vom Spiel, aber Augsburg konnte zunächst weitere Gegentreffer verhindern und hatte ebenfalls gute Chancen. In der neunten Minute gab es ein kurzes Zwischenspiel, Mats Christensen und Mark Cundari hatten eine intensive Unterhaltung, an deren Ende der Münchner zwei Treffer hatte einstecken müssen und zu Boden ging. Die beiden Raufbolde wurden für je 14 Minuten auf die Strafbank geschickt und kamen erst im Mittelabschnitt zurück aufs Eis. Vorher fielen wieder Tore: In der 11. Minute schoss Derek Joslin aufs Tor, vor dem Frank Mauer parkte und nicht nur Roy die Sicht nahm, sondern auch noch abfälschen konnte.

Roy hält sein neues Team im Spiel

Roy hielt sein neues Team im Spiel und mit dem knappen Rückstand ging es ins Mitteldrittel. Dort waren keine zwei Minuten gespielt als Steve Pinizzotto auf 3:1 erhöhen konnte. DEL-Topscorer Keith Aubin hatte einen Schuss angetäuscht, stattdessen hart quer auf Pinizzotto gepasst und der Olivier Roy per Onetimer überrascht.

Als der Torschütze kurz darauf zwei Minuten absitzen musste kam es zum ersten Poerplay für Augsburg. Aufgrund der vielen Tore zu Saisonbeginn steht der AEV in dieser Disziplin statistisch weit oben, aber seit mittlerweile fünf Spielen funktioniert das Überzahlspiel nicht mehr, oder man hat schlicht Pech wie Trevor Parkes, der einen Schlagschuss nicht ins Netz, sondern an die Latte abfälschte.

Der Anschluss gelang dann bei fünf gegen fünf: Cundari hatte zu genau gezielt und wieder nur das Gestänge zum Singen gebracht, aber neben dem Tor lauerte diesmal Drew LeBlanc, der den Puck herunterpflückte und ins Tor schob. Kurz darauf traf es den Augsburger Torschützen mit einer Zwei-Minuten-Strafe, aber wenn schon im Powerplay nicht getroffen wird, so ist Augsburgs Penaltykilling mittlerweile keine Einladung zum Toreschießen mehr.

Verbessert in Unterzahl, glücklos im Powerplay

Mit der knappen Führung für die Oberbayern ging es in den Schlussabschnitt, und die hielt auch ohne Arvids Rekis – wieder ließ der AEV kein Powerplay-Tor zu. Kaum war er jedoch zurück von der Strafbank führte Aubin zwei weitere Münchner Coast-to-Coast, legte nach links ab auf Patrick Hager, der allein vors Tor zog und Roy verlud. Wie beim ersten Treffer konnten sich die Münchner nicht lange über diesen Treffer freuen, denn keine Minute darauf fuhr Trevor Parkes einen Break und vernaschte Leggio.

4:3, noch über zwölf Minuten Zeit für den Ausgleich, aber ein Last-Minute-Goal wie gegen Mannheim war dem AEV in München nicht vergönnt, trotz ansprechender Leistung ging es ohne Punkte zurück auf die A8.

Sonntagabend kommt Nürnberg

Der nächste harte Brocken wartet am Sonntag auf den AEV: Die Nürnberger haben bisher nur zwei richtig schlechte Spiele gezeigt, am Mittwoch in Iserlohn und im September im Curt-Frenzel-Stadion verloren sie jeweils mit 0:4 – trotzdem stehen sie zurecht an der Tabellenspitze.
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