Brandstiftung in der Reischleschen Wirtschaftsschule: Schüler stehen am Freitag vor Gericht

Gespenstisch: Ein Gang der Reischleschen Wirtschaftsschule nach dem Feuer. (Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg)
Augsburg: Städtische Reischlesche Wirtschaftsschule |

Die zwei Augsburger Schüler, die im Februar zwei Brände in einer Toilette der Reischleschen Wirtschaftsschule gelegt haben sollen, müssen sich am Freitag, 29. September, vor dem Amtsgericht verantworten. Die beiden wollten offenbar ein drittes Mal zuschlagen.



"Hurra, die Schule brennt", hat das Gericht die Prozessankündigung überschrieben. Die deutsche Filmkomödie von 1969 könne demnach jedoch kaum das Vorbild der Angeklagten gedient haben. Dafür seien sie noch viel zu jung.

18 und 21 Jahre sind die beiden Schüler alt, die sich ab Freitag, 29. September, vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten müssen. In zwei Fällen sollen die beiden Angeklagten versucht haben, die Reischlesche Wirtschaftsschule in Brand zu setzen.

Insgesamt 30.000 Euro Schaden an der Reischleschen Wirtschaftsschule

Die zwei jungen Männer waren Schüler der Wirtschaftsschule. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, zunächst im Februar in der Herrentoilette der Schule einen Brand mit Hilfe einer Papierschlange und Toilettenpapier gelegt zu haben. Der Brand wurde rasch entdeckt; trotzdem entstand ein Schaden von 10.000 Euro. Ein 15-jähriger Mitschüler musste wegen des Verdachts auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Die zwei mutmaßlichen Täter beließen es nicht bei dieser einen Brandstiftung. Rund zwei Wochen später legten sie erneut auf der Herrentoilette Feuer - diesmal mit Benzin als Brandbeschleuniger. Dabei entstand ein Sachschaden von 20.000 Euro.


Ein dritter Brandanschlag konnte verhindert werden, weil die beiden Angeklagten rechtzeitig ermittelt wurden, schreibt das Gericht. Die Anklage lautet daher nicht nur auf gemeinschaftliche schwere Brandstiftung in zwei Fällen, sondern auch auf den Versuch der Beteiligung an einer schweren Brandstiftung.

Die mutmaßlichen Täter lebten jeweils bei ihren Eltern in Hochzoll. Der Ältere der beiden, den die Polizei als Haupttäter ansieht, schweigt zu den Bränden. Der 18-Jährige hat die Brandstiftung hingegen bereits gestanden. Das Motiv des Duos ist bislang allerdings unklar. (lib)
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