Berliner Frühschoppen in Königsbrunn

Themen gab es für den Berliner Frühschoppen der Frauen-Union reichlich. Kreisvorsitzende Marion Kehlenbach und Ortsvorsitzende Lisa Wolf luden ein, bei Berliner Weisse und Buletten mit CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Volker Ullrich Aktuelles aus der Bundespolitik zu diskutieren.


Besonders präsent waren allen Diskussionsteilnehmern noch die Ereignisse vom G20-Treffen in Hamburg. „Im Vorfeld wurden die Gewalttäter als Aktivisten bezeichnet, da brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir solche Bilder bekommen.“ Ullrich vermisste die 100-prozentige Distanzierung der Grünen und Linken-Politikerin Katja Kipping sprach am Anfang des Gipfels gar von „marodierenden Polizeitruppen“. SPD, Grüne und Linke hätten einen anderen Ansatz von Rechtstaatlichkeit, so der CSU-Politiker.

Kritik an neuem Gesetz

Ullrich griff auch nochmals die Abstimmung für das Gesetz „Ehe für alle“ auf. „So wie das gelaufen ist, war es unwürdig – sowohl für den Bundestag als auch für das Gesetzvorhaben“. Zudem weise das auf die schnelle durchgepeitschte Gesetz Fehler auf. Aus den Reihen der Diskussionsteilnehmer wurde bezweifelt, dass die SPD-Abgeordneten alle zu 100 Prozent hinter dem neuen Gesetz stehen. Ullrich kommentierte das nicht, berichtete aber, das die SPD-Fraktion vor der Abstimmung eine Sondersitzung mit „Zählappell“ abhielt.

Kommunale Wasserversorgung

Angesichts der jüngsten Ereignisse in Königsbrunn machte Ullrich deutlich wie wichtig ihm sei, dass die Wasserversorgung in kommunaler Hand bleibe. „Wir müssen uns davor hüten, die Wasserversorgung zu privatisieren“. Damit wäre man nicht modern, sondern anfälliger. Ullrich lobte das Krisenmanagement der Stadt beim jüngsten Störfall. „Bei Viola oder Nestlé wäre am Freitagnachmittag erst einmal gar nichts passiert“, so seine Vermutung. Zuvor informierte Bürgermeister Franz Feigl die Besucher über Details zur Wasserversorgung. Wie kam es zur Störung und wie wurde die Wasserversorgung nun stabilisiert. Zudem kündigte er einen Tag der offenen Tür für das Wasserwerk an, damit sich die Bürger Vorort selber ein Bild machen können.

Familienpolitik

Kehlenbach machte auf das für die Frauen-Union wichtige Thema Familienpolitik aufmerksam. Familien brauchen Zeit, Geld und Infrastruktur. Deshalb sei ein Anspruch auf befristet Teilzeit und die anschließende Rückkehr in den Vollzeitjob genauso wichtig, wie die Erhöhung des Kindergeldes um 25 Euro je Kind und das Baukindergeld. Außerdem müsse die Betreuungslücke im Grundschulalter geschlossen werden. Weitere Diskutanten an diesem Morgen waren Landtagsabgeordnete Carolina Trautner, 2. Bürgermeisterin Barbara Jaser und CSU-Ortsvorsitzender Maximilian Wellner.
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