Genehmigung ist da: Bahnpark Augsburg besteht weiter - unter neuen Vorzeichen

Auf dem Eisenbahngelände soll dauerhaft ein Museum etabliert werden. (Foto: Janina Funk)
Die finanzielle Situation des Augsburger Bahnparks ist angespannt. Mit Hilfe eines Investors soll die Zukunft des Eisenbahn-Areals gesichert werden. Die Regierung von Oberbayern hat nun per Planfeststellungsbeschluss das von der Bahnpark Augsburg GmbH beantragte Vorhaben für die "beabsichtigte Umnutzung eines Areals mit zwei großen Eisenbahnbetriebshallen in ein Eisenbahnmuseum mit Museumswerkstatt genehmigt". Das teilte die Behörde in einer Pressemitteilung am Dienstag mit.

Für Bauvorhaben nicht-bundeseigener Eisenbahnen in Südbayern ist die Regierung von Oberbayern zuständig. Deren Beschluss enthält Auflagen "zur Denkmalpflege, zum Schutz vor Immissionen und vor allem zur Sicherheit der Besucher". Diese seien insbesondere deshalb erforderlich gewesen, da innerhalb des Geländes nach wie vor einzelne Werkstatt-Gleise in Betrieb bleiben.

Auch Gastronomie im Konzept enthalten

Ein Teil des Eisenbahnbetriebs- und Ausbesserungswerks im heutigen Stadtteil Hochfeld, das vor etwa 110 Jahren in Betrieb genommen wurde, befindet sich im Besitz der Bahnpark Gesellschaft. Das Gelände an der Firnhaberstraße steht fast in Gänze unter Denkmalschutz. Bereits in den vergangenen Jahren wurden Anlagen des Bahnparks, wie der Rundlokschuppen und die sogenannte Montierhalle, für Einzelveranstaltungen für Besucher geöffnet. Ein Gesamtkonzept gab es jedoch nie. Auch wegen dieses Schwebezustands des Schienengeländes hatte es in diesem Jahr kaum Veranstaltungen gegeben. Die gemeinnützige private Betreibergesellschaft geriet auch deshalb in finanzielle Schieflage. Finanzspritzen von Stadt und Bezirk sicherten das wirtschaftliche Überleben.

Die beabsichtigte Nutzungsänderung hin zu einem Eisenbahnmuseum erhält nun durch den Planfeststellungsbeschluss den notwendigen rechtlichen Rahmen.

In dem Konzept sind auch eine Gastronomie für Museumsbesucher und Veranstaltungen mit Bezug auf die künftige Museumsnutzung enthalten. Das Vorhaben umfasst zudem Stellplätze für Autos und Fahrräder.

Fünf ortsansässige Unternehmen hatten Einwände

Der Planfeststellungsbeschluss enthält alle für das Vorhaben notwendigen Erlaubnisse, Ausnahmen und Befreiungen. In ihm werde auch klargestellt, so betont die Behörde, dass eine "eisenbahnfremde Nutzung der Gebäude, etwa als Veranstaltungshalle für sonstige Veranstaltungen wie Konzerte, Theater oder Geburtstagsfeiern, nicht generell zulässig ist, da diese dem nach wie vor bestehen bleibenden eisenbahnrechtlichen Widmungszweck des Geländes, auf dem die Gleise zum Teil durch die Museumshallen verlaufen, widersprechen würde". Es müssten auch künftig "Einzelfallentscheidungen im Rahmen so genannter seltener Ereignisse" bei der Stadt Augsburg beantragt werden.

Im Rahmen des Verfahrens wurden insgesamt rund zehn verschiedene Behör-den, Verbände und sonstige Träger öffentlicher Belange angehört. Die Regierung von Oberbayern hatte den Plan auch öffentlich ausgelegt. Fünf ortsansässige Eisenbahnverkehrs-Unternehmen, die Teile des Geländes betrieblich nutzen, erhoben Einwendungen.

Die Regierung von Oberbayern komme "nach der Abwägung der einzelnen Belange" zu dem Ergebnis, dass "die Rechte und Belange betroffener Anwohner und anderer Nutzer des Eisenbahngeländes durch Auflagen und gesetzliche Regeln in vollem Umfang gewahrt" blieben. (pm/jaf)
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