Doppeltes Elfmeterpech: FC Augsburg holt Unentschieden gegen SC Freiburg

Der letzte Pass kam heute leider zu oft nicht an. Im Bild Ja-Cheol Koo (Foto: Alexander Heinle)
 
Viele kleine Nickligkeiten sorgten für wenig Spielfluss auf beiden Seiten (Foto: Alexander Heinle)
Augsburg: WWK Arena |

Augsburg hält zusammen. Dieses Motto hatte der FC Augsburg vor dem Aufeinandertreffen mit dem SC Freiburg für die verbleibenden fünf Heimspiele ausgerufen. Dementsprechend leidenschaftlich präsentierte sich beim Unentschieden gegen die Breisgauer auch die Mannschaft des FCA. Von der ersten Minute an trug die Stimmung auf den Rängen das Team beim intensiven Kampf um wichtige Zähler im Abstiegskampf.

Noch nie hatte der FCA bisher in der Bundesliga daheim gegen den SC Freiburg verloren. Um an dieser Serie festzuhalten, baute Trainer Manuel Baum seine Startelf im Vergleich zur Niederlage auf Schalke gleich auf fünf Positionen um. Während Gojko Kacar, Halil Altintop sowie der kurzfristig spielbereit gemeldete Raul Bobadilla sich auf der Ersatzbank wiederfanden, rutschten der noch angeschlagene Kapitän Paul Verhaegh und der Ex-Freiburger Jonathan Schmid aus dem Kader. Neu dabei waren Jeffrey Gouweleeuw, Georg Teigl, Jan Moravek, Dong-Won Ji sowie FCA-Eigengewächs Kevin Danso.

Der FC Augsburg startete druckvoll in die Partie und demonstrierte mit hoher Lauf- und Kampfbereitschaft von Beginn an, mit welchen Tugenden man den ausgerufenen Leitspruch mit Leben füllen und die Punkte in der WWK-Arena behalten wollte. Leider blieb im Kampf um jeden Zentimeter im Mittelfeld oft das spielerische Element beider Mannschaften auf der Strecke.

Doppeltes Elfmeterpech für den FC Augsburg


Die erste Torchance resultierte schließlich aus der 26. Spielminute, als Jeffrey Gouweleeuw mit einem starken Abschluss aus rund 17 Metern nur den Querbalken traf. Als wäre beim Aluminiumtreffer nicht bereits genug Pech im Spiel gewesen, verwehrte Schiedsrichter Sascha Stegemann dem FCA einen klaren Handelfmeter, nachdem Kevin Dansos Kopfball nach einer Ecke in der 27. Spielminute von einem Freiburger Verteidiger klar mit der Hand über Kopfhöhe gespielt wurde.

Während sich Mannschaft und Fans noch über das Elfmeterpech auf der einen Seite ärgerten, schlug eben jenes auf der anderen Seite nochmals zu. Nach einem Steilpass durch die Mitte entwischte Mike Frantz im Laufduell Danso und Martin Hinteregger und konnte nur noch durch ein elfmeterwürdiges Foul von Marwin Hitz gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Florian Niederlechner souverän zum 1:0 für den SC Freiburg und stellte damit den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf.

Goalgetter Stafylidis schlägt erneut zu


Durch den Rückschlag ließ sich die Mannschaft von Trainer Baum jedoch nicht aus dem Konzept bringen und hatte nur wenige Minuten später in Person von Hinteregger den Ausgleich auf dem Fuß, der Innenverteidiger zielte jedoch deutlich über den Kasten. Besser machte es schließlich Konstantinos Stafylidis in der 38. Spielminute. Nach einer Flanke des agilen Georg Teigl stand der Grieche am langen Pfosten sträflich frei und nickte per Kopf zum Ausgleich ein.
Abermals Hinteregger hatte noch vor der Pause die Chance den zweiten Treffer nachzulegen, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch am Freiburger Schlussmann Schwolow.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich der ausverkauften Arena das gleiche Bild wie im ersten Durchgang: Ein druckvoller FC Augsburg, der mit viel Schwung das Spiel bestimmte, dabei jedoch häufig spielerische Finesse vermissen ließ. „Wir haben richtig gut gepresst, mit der Viererkette gut nachgeschoben. Natürlich hätten wir noch ein bisschen mehr Fußball spielen können und noch klarere Chancen herausspielen, aber ich denke dennoch wir hätten hier auch so als Sieger vom Platz gehen können“, analysierte Moritz Leitner. Ein Distanzschuss von Stafylidis aus rund 20 Metern flog in der 57. Spielminute weit am Tor vorbei, stand dabei jedoch sinnbildlich für die Abschlussversuche auf Seiten der Fuggerstädter in dieser Spielphase.

Leitner vergibt die Chance auf das Siegtor


Die größte Möglichkeit des zweiten Durchgangs gehörte Moritz Leitner. Nach einer Flanke des eingewechselten Raul Bobadilla kam der Mittelfeldspieler im Strafraum völlig alleingelassen zum Kopfball, setzte seinen Versuch jedoch am langen Pfosten vorbei. „Ich kann mit dem Kopfball das 2:1 machen. Das war schade, aber damit müssen wir jetzt eben leben“, resümierte Leitner die vergebene Großchance nüchtern.

Am Ende stand somit ein 1:1-Unentschieden, das zwar einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt sicherte, angesichts der Resultate der Konkurrenz und der eigenen Chancen jedoch trotzdem zu wenig ist. „Wir sind gerade in keiner guten Position, müssen Punkte holen und einer ist besser als keiner. Wir müssen nach vorne schauen und immer besser werden, um noch mehr Punkte zu holen“, beschreibt Torschütze Stafylidis die Ausgangssituation für den FCA vor der anstehenden Länderspielpause.

Eines kann sich die Mannschaft nach dem heutigen Spieltag jedoch gewiss sein: Augsburg hält nicht nur zusammen, sondern vor allem bedingungslos und voller Leidenschaft zum FC Augsburg.

Die Aufstellung des FC Augsburg: Hitz – Teigl, Gouweleeuw (28. Kacar), Hinteregger, Stafylidis – Kohr, Danso (72. Rieder), Moravek (64. Bobadilla), Leitner, Koo – Ji

Ersatzbank: Luthe (Tor), Max, Altintop, Usami
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