FC Augsburg gegen FC Ingolstadt: Was sich im bislang wichtigsten Spiel der Saison ändern muss

Statisten der rot-weißen Party: Altintop, Rieder, Kacar und Danso nach dem fünften der sechs Bayerntore. Der FCA muss heute gegen Ingolstadt ein anderes Gesicht zeigen.
Augsburg: WWK Arena |


Englische Wochen in der Bundesliga: Nach der schmerzhaften 0:6-Niederlage bei Bayern München steht für den FC Augsburg bereits am heutigen Mittwoch das wichtige Heimderby gegen den FC Ingolstadt an - und das mit der Klatsche von München im Hinterkopf. Klar ist: In dieser Spielzeit ist es die bislang wichtigste Partie für die Augsburger. Verliert die Baum-Elf, rückt Ingolstadt auf dem direkten Abstiegsplatz 17 bedrohlich nah an sie heran. Auch weil der FC Augsburg ein deftiges Restprogramm vor sich hat. Was sich beim FCA ändern muss, damit er den FCI auf Distanz hält.


Die Personalsituation: Koo, Baier, Hinteregger und Stafylidis kehren zurück
An dieser Front gibt es für den FC Augsburg gute Nachrichten. Ja-Cheol Koo steht nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung und auch Daniel Baier ist nach seiner Verletzungspause wieder einsatzbereit. Zudem kann voraussichtlich mit den Leistungsträgern in der Defensive Martin Hinteregger und Konstantinos Stafylidis geplant werden. Beide fehlten in München offiziell wegen muskulärer Probleme. Allerdings stehen bei Hinteregger auch vier Gelbe Karten zu Buche - das hatte FCA-Trainer Manuel Baum in München wohl im Hinterkopf. Zudem ist das Comeback von Sturmhoffnung Alfred Finnbogason wahrscheinlich, nachdem der Isländer in München bereits im Kader stand.

Die Defensivleistung - und die Frage: Wer verteidigt gegen Ingolstadt neben Hinteregger?
Die ersatzgeschwächte FCA-Defensive um Christoph Janker und Gojko Kacar präsentierte sich gegen die Bayern in bedenklich schlechter Verfassung. Lediglich Youngster Kevin Danso zeigte auch in München zumindest phasenweise sein Potenzial. Spannend wird sein, ob Baum gegen Ingolstadt von seinem 3-5-2 System abweicht und wer den Platz an der Seite Hintereggers in der Innenverteidigung ausfüllen darf. Zudem scheint möglich, dass der agile Georg Teigl eine Chance bekommt, den zuletzt nicht immer ganz auf der Höhe wirkenden Kapitän Paul Verhaegh zu vertreten.

Das Aufbauspiel: Mehr Bewegung, bitte!
Zugegeben, gegen die starken Bayern ist ein geordneter Spielaufbau nicht einfach. Dennoch hätte sich der FCA besser präsentieren müssen. Zu viele Fehlpässe, mangelndes Nachrücken und fehlende Bewegung im Spiel ohne den Ball machten die ohnehin schon schwere Aufgabe nicht leichter. Doch Ingolstadt ist nicht München und wird dem FCA deutlich mehr Räume anbieten. Was die Baum-Elf aus diesen macht, wird den Ausgang des Spiels entscheidend beeinflussen.

Die Einstellung: FCA muss das Publikum mitreißen
Spätestens nach dem 0:3 bot der FCA den Bayern kaum noch Widerstand. Kampfgeist und Wille sind seit jeher Tugenden, die in Augsburg großgeschrieben werden. In München war davon nicht viel zu sehen. Der FC Augsburg muss das München-Trauma überwinden, zurück zu seinen Stärken finden und leidenschaftlich jeden Zweikampf annehmen. Nur so kann er das Publikum mitnehmen, dessen Unterstützung die Mannschaft gerade nach dem 0:6 dringend brauchen wird. Denn eines ist klar: Verlieren ist gegen Ingolstadt verboten.

Von Heiko Löbhard
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