FC Augsburg unterliegt Hannover: Mutmacher trotz Niederlage

Trotz Niederlage mit einem klaren Plan: Torschütze Michael Gregoritsch. (Foto: Archiv/Klaus Reiner Krieger)
Augsburg: WWK Arena |

Der FC Augsburg zeigt gegen Hannover in der ersten Halbzeit seine beste Saisonleistung und steht am Ende doch ohne Zählbares da. Warum die Niederlage dennoch Mut macht.

Dominante Augsburger verpassen höhere Führung

Die Gäste aus Hannover dürften selbst nicht mehr genau wissen, wie sie es geschafft haben, lediglich mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gegen den FC Augsburg gegangen zu sein. Derart druckvoll und dominant hatte der FCA im ersten Durchgang am neunten Spieltag vor heimischer Kulisse agiert. Stetiges Offensivpressing, Anlaufen schon im gegnerischen Strafraum und eine bemerkenswerte Bissigkeit in den Zweikämpfen ließen die Gäste zu keinem Zeitpunkt zur Entfaltung kommen. Das einzige Manko: die mangelnde Chancenverwertung.

Dass in alten Fußballweisheiten oft aber eben doch mehr steckt als man denkt, mussten die Hausherren in der zweiten Hälfte schmerzhaft erfahren. Gemäß dem Spruch „Wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft“ kamen die Hannoveraner erst aus dem Nichts zum Ausgleich, ehe sie kurz vor Schluss gar das Spiel auf den Kopf stellten. Kurz davor hatte Marwin Hitz sogar in Weltklassemanier einen früheren Rückstand gegen den anstürmenden Jonathas verhindert.

Die neue Spielanlage als Mutmacher

Entsprechend niedergeschlagen und ratlos ob des Spielverlaufs präsentierte sich die Mannschaft nach Schlusspfiff. Doch trotz der bitteren Niederlage kann die Partie gegen Hannover durchaus als Mutmacher für die restliche Saison dienen.

Denn die Elf von Trainer Manuel Baum zeigte an diesem Spieltag vor allem eine Eigenschaft, die in vergangenen Saison oft schmerzhaft vermisst wurde. Sie bestimmte gegen einen defensiv eingestellten Gegner nicht nur die Partie, sondern war vor allem in der Lage das Spiel selbst zu gestalten. Unter Baum hat die Mannschaft einen Weg gefunden, gegen tief stehende Gegner selbst spielerische Akzente zu setzen und Torchancen zu kreieren.

Neben der guten Spielanlage machte auch das Personal Hoffnung für den restlichen Saisonverlauf. Sommerneuzugang Michael Gregoritsch traf gegen Hannover zum zweiten Mal in Folge und steht nun auf Rang zwei der internen Torjägerliste. Der Österreicher findet eine immer bessere Bindung zum Spiel und bot sich gegen Hannover als wichtige Anspielstation im Umschaltspiel an. Bereits gegen Hoffenheim hatte er mit seinem Jokertor Anteil am Punktgewinn des FCA. Auch der vor der Spielzeit von vielen bereits abgeschriebene Daniel Opare hat sich, trotz fehlerhaften Stellungsspiels vor dem Ausgleichstreffer, in den vergangenen Wochen mit starken Leistungen als mögliche Dauerlösung als Rechtsverteidiger präsentiert.

Zu unkontrolliert in der Schlussphase - der FCA wird daraus lernen

Die unnötige Niederlage resultierte letztlich daraus, dass der FCA sich – vielleicht berauscht von der starken ersten Halbzeit – nicht mit einem Punkt zufrieden geben wollte; und in der Schlussphase unkontrolliert nach vorne stürmte. Doch daraus wird die neu formierte Mannschaft lernen. Am Sonntag (15.30 Uhr) tritt sie bei Kellerkind Werder Bremen an.
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