Theater: Speaking in Tongues

Wann? 06.07.2017 20:00 Uhr

Wo? HS II des Großen Hörsaalzentrums, Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg DE
Augsburg: HS II des Großen Hörsaalzentrums | "Speaking in Tongues" ist ein mit dem AWGIE-Preis der Australian Writers‘ Guild ausgezeichnetes Werk des australischen Autors Andrew Bovell. Es wurde im August 1996 erstmals von der Griffin Theatre Company in Sydney aufgeführt. Andrew Bovell ist ein mehrfach preisgekrönter Autor im Bereich des Theaters und des Films. Er selbst bezeichnet "Speaking in Tongues" als ein Stück „about the right and the wrong of emotional conduct. It is a story about contracts being broken between intimates while deep bonds are forged between strangers“. Nach großen Erfolgen – sowohl in Australien als auch in den USA und Europa – adaptierte Bovell sein Werk im Jahr 2001 unter dem Titel "Lantana" auch für die Leinwand.
Die Zungenrede (speaking in tongues) ist das Sprechen in einer unbekannten oder unverständlichen Sprache. Alle Figuren von Bovells Drama befinden sich in Lebenskrisen, über die sie mit anderen zu reden versuchen, ohne jedoch Lösungen zu finden. Das Resultat sind Missverständnisse und Täuschungen. Der Titel des Dramas beschreibt somit adäquat dessen Figuren, die – so Bovell selbst – als „yearning for meaning and grabbing onto small moments of hope and humour to combat an increasing sense of alienation“ zu verstehen sind.
Dieses Gefühl der Fremdheit spiegelt sich auch in der Struktur des Stückes wider, das in seinen drei nur lose miteinander verbundenen Teilen die Schicksale ganz unterschiedlicher Figuren miteinander verknüpft. Im Zentrum des Stücks steht das Verschwinden einer Frau, dem die Figuren in einem Geflecht aus Betrug und Intimität, Nähe und Ferne auf die Spur kommen. Indem Licht in die Geheimnisse der Figuren gebracht wird, wird zugleich die Frage nach der conditio humana in einer modernen Gesellschaft aufgeworfen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.