Wörner Blumenhaus schließt

So sah es bis vor kurzem noch vor dem Neuen Ostfriedhof aus - jetzt ist das Blumenhaus geschlossen und ein Nachfolger wird gesucht.

Das erst 2014 von der Gärtnerei Wörner gekaufte und umfassend umgebaute Blumenhaus am Eingang des Neuen Ostfriedhofs an der Zugspitzstraße ist seit Anfang August geschlossen. Überraschend für viele Kunden, da Wörner bereits Jahre zuvor am Standort gegenüber in der Zugspitzstraße ansässig war und auch viel in den Umbau investiert hat.

Auch der Standort am Alten Ostfriedhof in Lechhausen wird aufgegeben, hat aber im Gegensatz zum Hochzoller Betrieb bereits seit 1. August einen Nachfolger. Wörner betreibt zwei Gartencenter in Neusäß und Königsbrunn, eine Gärtnerei sowie ein weiteres Blumenhaus am Protestantischen Friedhof. Diese Betriebe sind von der Schließung nicht betroffen, denn „es handelt sich bei der Schließung am Alten und Neuen Ostfriedhof um eine unternehmens-strategische Entscheidung“, so Inhaber Herbert Wörner. „Wir wollen uns noch mehr auf unsere gärtnerischen Dienstleistungen wie Grabpflege, Gartenpflege und Baumpflege, sowie auf die beiden Gartencenter in Neusäß und Königsbrunn konzentrieren“. Auch der Standort des letzten verbliebenen und erst kürzlich um Park- und Verkaufsflächen erweiterten Blumenhauses am Protestantischen Friedhof bleibt als Zentrale für Friedhofspflanzen und Floristik bestehen. Die Immobilie in Hochzoll bleibe aber im Besitz und werde weiterhin friedhofsaffin betrieben. Was genau sei aber noch unklar. Die Grabpflege führt Wörner an diesem wie auch an 35 weiteren Friedhöfen in Augsburg und Umgebung weiterhin durch.

Discounter als Konkurrenz

Gründe für die Schließung liegen auch am Kaufverhalten der Kunden: Zwar gibt es im floristischen Bereich noch relativ wenig Konkurrenz aus dem Internet, schließlich müssen Blumen frisch sein. Aber am Blumenschmuck für die Verstorbenen wird immer mehr gespart: die Konkurrenz der Discounter im Schnittblumenbereich ist hier deutlich zu spüren. Die Supermärkte erweitern ihr Sortiment saisonabhängig, etwa vor Allerheiligen mit günstigen Gestecken, und nehmen ganzjährig agierenden Floristen einen guten Teil des Umsatzes weg. Und wenn Kunden dann eine einzige Rose kaufen und das Grün dazu auch noch etwas kostet, wird es eben weggelassen. So kann kein qualitätsbewusster Einzelhändler mit floristischem Fachpersonal auf Dauer mit den Billig-Angeboten aus dem Supermarkt mithalten. Gutscheine, die auf das Blumenhaus am Neuen Ostfriedhof oder das Blumenhaus am Alten Ostfriedhof ausgestellt wurden, können weiterhin in allen anderen Betrieben von Wörner eingelöst werden.
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