Ehepaar im Spickel tot aufgefunden

Ein 85-Jähriger und seine 81-jährige Ehefrau wurden im Spickel tot aufgefunden. Die Polizei geht davon aus, dass das Ehepaar gemeinsam aus dem Leben scheiden wollte. (Symbolbild) (Foto: lizmyosotis, 123rf.com)

Von einer Verzweiflungstat, die sich am Dienstag ereignet hat, geht die Polizei im Spickel aus: Ein betagtes Ehepaar hat laut polizeilichen Ermittlungen beschlossen, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden. Der 85-jährige Ehemann erschoss zunächst seine Frau, dann sich selbst.

Die Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes hat der Polizei am Dienstag gegen 10.35 Uhr mitgeteilt, dass sie soeben in der Frischstraße ein betagtes Ehepaar leblos im Bett der gemeinsamen Wohnung aufgefunden habe. Die Pflegedienstmitarbeiterin war zuvor mit einem Zweitschlüssel in die Wohnung gelangt, nachdem ihr  die Senioren nicht geöffnet hatten. Ein sofort alarmierter Notarzt konnte nur noch den Tod des 85-jährigen Mannes und seiner 81-jährigen Gattin feststellen.

Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Augsburg ergaben, dass das Ehepaar offenbar beschlossen hatte, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden. Demzufolge hat der Mann zunächst seine im Bett liegende Ehefrau und anschließend sich selbst erschossen, schreibt die Polizei in ihrem Pressebericht. Ein Einwirken Dritter kann ausgeschlossen werden. Laut derzeitigen Erkenntnissen hatte der 85-Jährige keine Berechtigung zum Besitz der Schusswaffe. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dieser Verzweiflungstat sowie zur Herkunft der Schusswaffe dauern noch an.

Redaktioneller Hinweis:
Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111.
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