Großeinsatz im Herrenbach: Herrenbachschule evakuiert

Ein Polizeieinsatz "aufgrund einer Bedrohungslage" fand am Montagmorgen im Herrenbach statt. (Foto: Kristin Deibl)

Die Herrenbachschule in Augsburg ist am Montagmorgen evakuiert worden. Hintergrund des Polizeigroßeinsatzes ist eine Drohmail.

In der E-Mail wurde eine Gewalttat gegen die Schule angedroht, wie die Polizei bestätigte.
Mehrere Stunden lang wurde die Herrenbachschule durch Polizeikräfte abgesucht. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.

Für die Schüler haben die Einsatzkräfte morgens eine Sammelstelle am Don-Bosco-Platz eingerichtet. Die meisten Schüler sind laut einer Polizeisprecherin schon abgeholt worden. Der weitere Unterricht entfiel. Am Dienstag soll wieder regulär Unterricht sein. Die Polizei hat allerdings "intensive offene und verdeckte  Schutzmaßnahmen im Umfeld aller Einrichtungen der Herrenbachschule" angekündigt.

Erst kürzlich, während der Herbstferien, war schon einmal eine Drohmail an der Schule eingegangen. Darin wurde ein ebenfalls bewaffneter Angriff auf Schüler und Lehrer angekündigt.

"Die gründliche Absuche des gesamten Schulareals führte nicht zum Auffinden gefährlicher Gegenstände oder Waffen", teilte die Polizei schließlich mit.Das erneute Drohschreiben wurde einer detaillierten Gefährdungsanalyse unterzogen. Als Ergebnis konnte wie schon bei der ersten Drohmail festgehalten werden, dass weiterhin nicht von einer konkreten Gefährdung ausgegangen werden kann.

"Ob es sich beim Schreiber der beiden E-Mails um denselben Täter handelt, ist derzeit Gegenstand umfangreicher Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Augsburg. Bislang können weder ein Wiederholungstäter noch ein sogenannter Trittbrettfahrer ausgeschlossen werden", heißt es von der Polizei. In die Ermittlungen zur Herkunft der Mails seien auch Spezialisten aus dem Bereich IT-Kriminalistik eingebunden. Weitere Auskünfte zum Ermittlungsstand könnten derzeit nicht gemacht werden.

(jaf/kd/mh)
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