Nach rabiaten Einbrüchen in den Lehmbau: Täter noch immer nicht gefasst, Jugendhaus rüstet nach


Im Lehmbau herrscht das pure Chaos: Teile der Wand sind eingebrochen, Türen und Möbel, erst im März 2015 neu angeschafft, sind massiv beschädigt. Der Boden ist übersäht mit aus der Wand geschlagenen Brocken, Putz und Staub. Es ist das Werk von Einbrechern. Sie waren auf der Suche nach Bargeld und vermuteten offenbar einen Tresor in der Wand. Fündig wurden sie nicht. Doch fehlt von den rabiaten Eindringlingen weiter jede Spur.

Ende Februar hatten der oder die noch immer unbekannten Täter im Kinder- und Jugendhaus Lehmbau sowie in den Kindergarten an der Mittenwalder Straße eingebrochen. In beiden Fällen wurde nur ein geringer Bargeldbetrag entwendet, der Schaden, den sie auf der Beutesuche anrichteten wird jedoch auf rund 3000 Euro geschätzt. Kein Wunder gingen die Diebe doch brachial und rücksichtslos mit einem Vorschlaghammer vor.

Die evangelische Kirche und die Stadt Augsburg sind noch immer damit beschäftigt, Schäden zu reparieren. Das Team lebt und arbeitet seither wieder auf einer Baustelle. "Es ist traurig und frustrierend, dass nach der langen Renovierungsphase jetzt vieles wieder von vorne aufgebaut und repariert werden muss", sagt die Leiterin des Hauses Stefanie Hörr, die der Einbruch freilich auch persönlich noch immer beschäftigt. "Wir können nicht verstehen, weshalb Menschen sich ausgerechnet eine soziale Einrichtung als Ziel einer solchen Straftat aussuchen. Wir sind ein offenes Haus für die Allgemeinheit und Gesellschaft. Jede Beschädigung trifft vor allem die Kinder und Jugendlichen aus Hochzoll und Umgebung", sagt Hörr.

Was dem Team außerdem Sorge bereitet ist, dass der Kuhseeparkplatz nach Einbruch der Dunkelheit ein idealer Umschlagort für diejenigen ist, die unerkannt bleiben möchten. "Wir wünschen uns von der Stadt und vom Tiefbauamt, den Parkplatz auszuleuchten und so für alle Bewohner in der Umgebung und unsere Besucher ein Gefühl der Sicherheit zu schaffen. Nach den Ereignissen der vergangenen Jahre rund um den Kuhsee und den Parkplatz ist das die logische Konsequenz", meint Hörr.

Nun arbeitet das Team des Lehmbaus mit Hochdruck daran, Haus und Gelände sicherer zu machen. "Wir sind in den Gesprächen mit den Verantwortlichen, im Haus und Gelände eine neue Beleuchtungstechnik zu installieren. Außerdem denken wir über Kameras nach. Eine Alarmanlage ist bereits vorhanden", berichtet Hörr. Dies alles kostet allerdings Geld. Geld, das vom Haushalt der Einrichtung abgeht.

Wer also das Team und die Arbeit des Kinder- und Jugendhauses Lehmbau unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende tun. Und zwar an die evangelisch-lutherische Gesamtkirchengemeinde Augsburg, IBAN: DE50 5206 0410 0001 2018 08, Verwendungszweck: Spende Jugendhaus Lehmbau. Freilich bittet auch die Kriminalpolizei unter Telefon 0821/323-38 10 weiter um Hinweise. (Anja Lütke-Wissing )
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