50 Jahre Kirche Zwölf Apostel

Nach 1950 wurden in Hochzoll immer mehr Häuser errichtet. Ab 1960 wurden die Neubauten zunehmend südlich der Friedberger Straße erstellt. Daher wurde aus dem Gebiet der 1920 gegründeten Pfarrei Heilig Geist mit der Stiftungsurkunde vom 26.9.1961 ein Teil zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Die neue Pfarrei erhielt den Namen "Zu den heiligen Zwölf Aposteln". Am 3. Dezember 1961 wurde der erste Gottesdienst in der Pausenaula der Volksschule Hochzoll-Süd gefeiert. Auf dem Schulgelände wurde eine Notkirche errichtet (in der Höfatsstraße steht heute dort in der Nähe die Kindertagesstätte Haus Sonnenschein). Am 16. September 1962 fand in der Notkirche der erste Gottesdienst stattfand. Der Spatenstich für den Bau der neuen Pfarrkirche erfolgte am 19. September 1964. Am 6. August 1965 konnte die Grundsteinlegung vollzogen werden. Am 24. Dezember 1966 wurde durch den ersten Stadtpfarrer, Herrn Pater Zeller, die Benediktion der Oberkirche vollzogen und es wurde als erster Gottesdienst die Christmette gefeiert. Am 9. Juli 1967 weihte Bischof H. Dr. Stimpfle die neue Kirche. Die evangelischen Nachbarn von der Auferstehungsgemeinde haben am 10. September 1967 zum ersten Mal Gottesdienst in ihrem Kirchenzentrum gefeiert. Die Pfarrei Zwölf Apostel zählte als Höchststand 6.800 Gläubige, 2007 waren es 4.755 und zum 31. Dezember 2016 waren es 3.888. Von 1961 bis 2004 haben Pallottiner-Patres die Pfarrei geleitet und seelsorglich betreut. Dies waren Pater Zeller, Pater Walter, Pater Löbs, Pater Held. Danach wirkten Pfarrer Gerstlacher und Pfarrer Rudolf. Am 10. Oktober 2010 mit dem 10 Uhr Gottesdienst wurde die Errichtung der Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist und Zwölf Apostel feierlich begangen. Nun leitete Pfarrer Miorin die Pfarreiengemeinschaft, bis im Herbst 2016 Pfarrer Bauer die Leitung übernahm.
Herr Prof. Holzmeister war der Architekt der Kirche. Der untere Teil wurde als Werktags-Kapelle geplant. Im Vorraum stehen 12 Säulen, die an die 12 Apostel erinnern. An der Stirnseite sind in einem Mosaik die 12 Apostel dargestellt, die das Lamm Gottes flankieren. Links und rechts neben dem Mosaik sind zwei Ikonen angebracht, die aus der Notkirche stammen. Links neben der Marien-Ikone ist der Grundstein der Kirche. Auf der Vorderseite des Altars (geschaffen von Bildhauer H. Geiger) ist das urchristliche Symbol Brotkorb und Fisch zu sehen. Der Aufgang zur Oberkirche besteht aus zweimal 12 Stufen. Der Kirchenraum ist 7,50 m hoch und quadratisch mit 24m x 24m. In den 32 Bänken können ca. 600 Personen Platz finden. Die Innenauskleidung der Wände aus roten Ziegeln und die Holzdecke sorgen für eine sehr gute Akustik. Die 12 Seitenfenster sind 2m breit und 6m hoch (geschaffen von Herrn Hoke). Die Fenster stellen dar, wie die Apostel das göttliche Wort als Samen aussähen. Es sind fallende Samenkörner dargestellt, die in der Erde sterben und wieder keimen und wachsen. Im Altarraum leuchten im Hintergrund 12 kleine rote Fenster, die nochmals auf die 12 Apostel hinweisen. Die Tabernakel-Türe zeigt einen Weinstock mit 12 Verzweigungen/Reben. Ein besonderer Blickfang ist das abgehängte Bronzekreuz mit Christus als Triumphator, das von Bildhauerin Frau Polac geschaffen wurde. Am Taufbecken sind unten 12 kleine Säulen angebracht. Es waren auch 12 Leuchten an der Holzdecke geplant, aber nur 10 Stück ausgeführt. Auf der Empore können noch die Durchführungen an der Decke für die restlichen 2 Leuchten betrachtet werden. Der Kirchturm ist 42m hoch und überragt alle anderen Gebäude in Hochzoll. Seine Außenwand zeigt in plastischer Ausbildung viele sich auftürmende Kreuze. Zum Beginn des Festjahres findet am Sonntag, 19. März, um 16 Uhr ein Kirchenkonzert statt. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach“Kantate Nr. 52 - Falsche Welt, Dir trau ich nicht“ und „Kantate Nr. 56 - Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ sowie von Carl Stamitz ein Konzert für Flöte in G-Dur. Unter der Leitung von Christoph Röttinger konzertieren als Solisten Susanne Kapfer, Sopran, Matthias Lika, Bass
und Claus Kapfer, Querflöte. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Weitere Konzerte an Christi Himmelfahrt, im Juli sowie im Oktober sind geplant. Im Juli findet außerdem der große Festgottesdienst statt.
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