Begegnungsfest der Kulturen

Viele Menschen, Augsburger und Flüchtlinge aus Hochzoll-Nord und Friedberg-West, trafen sich zu einem ungezwungenen Kennenlernen vor dem Gemeindehaus St. Matthäus.
Integration funktioniert nur, wenn sich Flüchtlinge und die Menschen in ihrer Umgebung besser kennenlernen. Deshalb hat der Helferkreis Aufwind vor kurzem ein Begegnungstreffen organisiert, bei dem sich die Mitglieder des Helferkreises, Nachbarn, Gemeindemitglieder, Interessierte und Flüchtlinge aus der Unterkunft in der Josef-Wassermann-Straße in Friedberg-West sowie aus der Hochgratstraße in Hochzoll-Nord kennenlernen konnten. Ziel bei dem geselligen Nachmittag im Hof des Gemeindehauses von St. Matthäus war auch, dass jede der afghanischen Familien einen Paten für die Betreuung im Alltag erhält. „Uns war wichtig, dass die Familien auch mal raus aus ihren Unterkünften und ihrem gewohnten Umfeld kommen, so dass man ihnen auch außerhalb ihrer Einrichtung vielleicht auf ganz andere Weise begegnen kann“, so Herbert Niedermirtl vom Helferkreis. Die Familien stammen alle aus Afghanistan. Sie sind in Deutschland zwischen Herbst 2015 und Frühjahr 2016 angekommen und das Asylverfahren läuft noch. Das jüngste Flüchtlingskind in Hochzoll-Nord ist gerade einmal zwei Jahre alt. Ältere Flüchtlinge sind selten, da sie die Strapazen der Flucht eher fürchten und vor Ort bleiben. „Wir haben hier eine sehr gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit“, beschreibt Niedermirtl die Situation. Aber man müsse sich schon darauf einstellen, dass manches, was für uns normal ist, wie zum Beispiel dass Mann und Frau sich zur Begrüßung die Hand geben, bei streng muslimischen Familien anders gehandhabt wird. „Wir begegnen solchen kulturellen Unterschieden mit Respekt, erwarten aber auch im Gegenzug, dass unser Verhalten oder das weniger strenger muslimischer Flüchtlinge ebenfalls respektiert wird.“ Für die Kinder, ob Flüchtlings- oder einheimisches Kind, spielten die kulturellen Unterschiede kaum eine Rolle. Sie bemalten gemeinsam das Pflaster mit Kreide, spielten Spiele und verständigten sich mit Händen und Füßen. Wobei zwei der afghanischen Kinder in der kurzen Zeit bereits so gut Deutsch gelernt haben, dass oft über sie die Verständigung mit den anderen Flüchtlingen läuft. Der Helferkreis Aufwind umfasst aktuell rund 30 Personen. Wer noch Interesse daran hat mitzuhelfen, kann Kontakt aufnehmen unter www.helferkreis-aufwind.de.
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