Kindertagesstätte der Auferstehungskirche Hochzoll wird saniert

Irmgard Bissinger, Leiterin der Kindertagesstätte der Auferstehungskirche, packt mit Kindern der Froschgruppe schon die Umzugskartons. Ab Frühjahr steht die Sanierung der Kita an, die Kinder weichen für ein Jahr ins Gemeindehaus und in die Unterkirche aus.
  ¬Die Kindertagesstätte der Auferstehungsgemeinde in Hochzoll Süd gibt es seit 45 Jahren. Seitdem haben sich viele gesetzliche Auflagen geändert, die Kita, vor allem die Sanitäranlagen, ist in die Jahre gekommen, sie ist nicht barrierefrei und auch energetisch in einem schlechten Zustand. Außerdem ist die Krippe seit ihrer Eröffnung vor elf Jahren nur provisorisch untergebracht. Trotz all der Mängel ist die Bausubstanz hervorragend erhalten. Daher wird ab voraussichtlich Mai im Zug einer Generalsanierung die komplette Tagesstätte erneuert. Äußerlich wird es, mit Ausnahme des Anbaus eines Aufzuges an der Westseite, kaum sichtbare Veränderungen geben. Das Innere des Gebäudes wird durch ein neues Raumkonzept völlig aufgelöst. Das Architekturbüro Hiendl-Schineis Passau/Augsburg wird die bestehende Architektur von Hans Schrammel neu aufwerten: Alle drei Kindergartengruppen werden auf der oberen Ebene Platz finden. Im Tiefgeschoss wird ein großer Bewegungsbereich und Raum für Kleingruppen errichtet. So kann der musikalische Schwerpunkt – die KiTa Auferstehungskirche ist Augsburgs einziger CARUSO-Kindergarten – noch besser gepflegt werden. Die größte Veränderung wird die Kinderkrippe erfahren, die zukünftig viel mehr Platz, einen eigenen Garten und ihr eigenes für Kinder unter drei Jahren eingerichtetes Bad erhält. Hinzu kommt zudem eine energetische Dacherneuerung des Hauses. „Wir rechnen damit, dass die Bauzeit ein Jahr betragen wird. Dann wäre die neue KiTa pünktlich zum Kindergartenjahr 2018/2019 bezugsfertig“ berichtet Pfarrer Benjamin Lorenz. Während der Bauphase weichen die Gruppen voraussichtlich ab März in Räume im Gemeindehaus und in der Unterkirche aus. „Es beeindruckt mich, wie bereitwillig die Kirchengemeindegruppen Platz für die KiTa machen“ freut sich Lorenz. Für Gemeindeveranstaltungen werden im nächsten Jahr nämlich nur der hintere Teil der Kirche, der durch eine Trennwand geteilt werden kann, sowie die Kirche selbst zur Verfügung stehen. Die größte dauerhafte Veränderung betrifft die Gemeindebücherei. Da die Förderung der Kommune und der Landeskirche bei einer Generalsanierung die Abtrennung kirchengemeindlicher Einrichtungen von der Kindertagesstätte verlangt, wird die Bücherei nicht mehr in den Räumen der KiTa Platz finden können. Durch Verhandlungen mit der Ökumenischen Sozialstation Hochzoll und dem Evangelischen Verein Hochzoll und Herrenbach konnte die Gemeinde schon seit 1. Januar die Räume des Gebäudes Garmischer Str. 1 ½ für die Bücherei anmieten. Dort wird in diesen Wochen ein großer Ausleihbereich geschaffen, der einlädt sich auch einmal hinzusetzen, zu verweilen und zu schmökern. In Zusammenarbeit mit dem Evang. Verein wird langfristig auch darüber nachgedacht, hier ein offenes Lesecafé für die Anwohner im Stadtteil einzurichten. Die Bücherei wird ab Ende April ihre Türen an ihrem neuen Ort öffnen. „So entsteht ein Schaufenster zum Stadtviertel“ meint dazu Lorenz. Die Kostenberechnung für die Sanierung der KiTa beläuft sich auf 2.200 000 Euro. Davon wird die Stadt Augsburg voraussichtlich die Hälfte übernehmen. Die durch Kirchensteuer und Kirchgeld finanzierten Zuschüsse von Landeskirche und Dekanat umfassen 200 000 Euro. Die verbleibenden 900 000 Euro wird die Kirchengemeinde tragen. „Wir übernehmen damit einen sehr hohen Eigenanteil und machen deutlich, welchen hohen Stellenwert die KiTa in unserer Gemeinde hat. Wir haben in den letzten Jahren genau für diesen Zweck viele Rücklagen gebildet und sind schon jetzt dankbar für die vielen großzügigen Spenden, die unsere Gemeindemitglieder im Laufe der Jahre für die KiTa geleistet haben und weiterhin leisten“ so Lorenz. Beim Herrichten des Interimsquartiers, dem Einbau der Toilettenanlagen, bei der Einlagerung von Möbeln und Gegenständen während der Bauphase, in den Bereichen Trockenbau, Fliesenlegen, Schreinerei von Podesten und Handläufen und beim Ausbau nicht mehr benötigten Mobiliars könnte der Betrag durch Eigenleistungen oder Stiftungen von Firmen deutlich reduziert werden. Termine für das Aus- und Umräumen in Kirche, Gemeindehaus und KiTa sind jeweils samstags der 11. und der 18. März zwischen 9 und 12 Uhr.
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