Konzert mit Stepptänzer

Seit Oktober 2015 verfügt die Gemeinde St.Andreas Augsburg über eine Big Band "The Spirit of A" mit über 30 Mitgliedern unter der Leitung von Camillo Walcher. Neben der musikalischen Begleitung von Gottesdiensten gestaltet sie auch weitere Ereignisse im Gemeindeleben und prägt dadurch maßgeblich das Gemeindeprofil. (Foto: Gemeinde St. Andreas)
Für das Lutherjahr 2017 hat sich die Bigband von St. Andreas („The Spirit of A“) ein ganz besonderes Werk ausgesucht: das Sacred Concert von Duke Ellington, ein Jazz-Oratorium für Bigband, Chor, Sopransolo (Alexandrina Simeon) und Stepptänzer (Klaus Bleis). Das Konzert wurde im Sommer bereits mit großem Erfolg und vor ausverkaufter ev. St. Ulrich Kirche aufgeführt. In der St.-Andreas-Kirche, Eichendorffstraße 41, wird das Werk am Reformationstag, Dienstag, 31. Oktober um 19 Uhr unter der Leitung von Jacob Burzin und Camillo Walcher aufgeführt. Duke Ellington zählt zu den bedeutendsten Größen der Jazz-Geschichte der 1920er bis 1960er Jahre und zu den größten amerikanischen Komponisten. Er erhielt 1965 den Auftrag zur Fertigstellung und Weihe der Grace Cathedral in San Francisco ein religiöses Konzert zu veranstalten. Dieses erste Sacred Concert, seine erste und einzige Kirchenmusik, wurde im September 1965 aufgeführt. In den folgenden Jahren entstanden zwei weitere Fassungen, mit denen Ellington und seine Big Band bis 1974 durch Amerika und Europa tourten. Duke Ellington selbst bezeichnete die Werke als “das Wichtigste, was ich jemals gemacht habe“. Das Sacred Concert schlägt die Brücke zwischen Jazz und Klassik, zwischen swingendem Big Band Sound und der traditionellen europäischen Kirchenmusik. Ellington wollte damit an die große europäische Tradition kirchlicher Musik anzuknüpfen und ihr einen eigenen Aspekt in der ihm eigenen Musiksprache hinzuzufügen. Gelungen ist ihm ein zutiefst berührendes Werk, das das Lob Gottes in der Sprache begeisternder BigBand-Melodien, sanft säuselnder bis hin zu jubilierender Chorpassagen und mitreißender tänzerischer Verkörperung unmittelbar erfahrbar macht. Besonders interessant ist, dass neben einem bis zu achtstimmigen Chor ein Solosopran und ein Stepptänzer (in Funktion eines zweiten Schlagzeugs) besetzt sind. Textlich sind die Hauptthemen Frieden, Freiheit, die Zuversicht auf Erlösung durch Gnade - und die Sprachlosigkeit vor der unendlichen Liebe und Größe des Herrn. Der Eintritt ist frei. Spenden kommen der musikalischen Jugendarbeit in der Gemeinde St. Andreas zugute.
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