Kundenbefragung zeigt hohe Zufriedenheit mit Hochzoller Wochenmarkt

 

Aufgrund der Neugestaltung des Zwölf-Apostel-Platzes musste der Hochzoller Wochenmarkt, den es inzwischen seit 31 Jahren gibt, vorübergehend auf den städtischen Parkplatz an der Mittenwalder Straße verlagert werden. Anfang Juli hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg eine Kundenbefragung durchgeführt.

Von den rund 100 Befragten gaben fast 90 Prozent an, dass sie den Wochenmarkt weiterempfehlen würden. Auch die Kundenzufriedenheit ist hoch. Besonders in den Bereichen Service, Freundlichkeit und Beratung, aber auch bei der Außenerscheinung und Angebotsvielfalt punktet der Wochenmarkt - hier wurden fast ausschließlich die Noten „gut“ und „sehr gut“ vergeben. Die positiven Ergebnisse spiegeln sich auch in einem sehr hohen Stammkundenanteil wider. 88 Prozent kaufen mindestens einmal pro Woche oder öfter auf dem Markt ein. Die Erhebung hat allerdings auch gezeigt, dass mehr als drei Viertel der Marktbesucher mindestens 55 Jahre oder älter sind. Freitagnachmittags ist das Publikum insgesamt deutlich jünger. Mittwochs kaufen eher Ältere oder junge Mütter mit kleinen Kindern ein. Folglich sehen Wirtschaftsförderung und Beschicker Handlungsbedarf darin, verstärkt auch jüngere Zielgruppen anzusprechen und für den Wochenmarkt zu begeistern. Zum Beispiel hat der Wochenmarkt eine Gruppe der städtischen Kindertagesstätte an der Mittenwalder Straße zu einem Besuch eingeladen. Dabei konnten die Kinder die Lebensmittel an den einzelnen Ständen kennenlernen und probieren. „Diese Aktion hat sich für beide Seiten bewährt. Zum einen soll der Wochenmarkt frischen Wind erhalten, zum anderen ist es mir ein großes Anliegen, den Kindern den Wert frischer und gesunder Produkte aus der Region zu vermitteln“, so Josef Pfaffenzeller, der auf dem Wochenmarkt unter anderem Kartoffeln verkauft, die von seinen eigenen Feldern aus Rehling stammen. Die Produkte, die er nicht selber anbaut, kauft er in München direkt beim Erzeuger in der Gärtnerhalle dazu. Ca. 15 Stände bieten aktuell ihre Waren an. Am Freitag sind es meist etwas mehr Anbieter als am Mittwoch. Sie stammen alle aus der Region und auch die Waren sind zumindest teilweise aus der Region. Angeboten werden Obst, Gemüse, Kartoffeln, Käse, Blumen, Geflügel, Honig, Wurst, Fisch, Nudeln, Eier sowie saisonale Produkte wie Spargel. Es gibt zwei Anbieter von Bio-Lebensmitteln. Pfaffenzeller organisiert den Markt und berichtet, dass dieser eigentlich als „grüner Markt“ ohne Wurst, Käse etc. gegründet wurde. Auch der Freitag als zweiter Markttag sei erst später auf Kundenwunsch dazugekommen. Preislich können die Produkte durchaus mit den Preisen im Lebensmitteleinzelhandel mithalten: „Durch den Wegfall der Handelsspanne sind unsere Produkte nicht teurer als im normalen Supermarkt“, so Pfaffenzeller. Die Gründe für den Einkauf auf dem Wochenmarkt sind vielfältig. Viele Kunden schätzen die Marktatmosphäre: Man trifft hier Leute, kann einen Ratsch halten und oft kennen die Beschicker ihre Kunden sogar beim Namen. Aber auch das Angebot selber überzeugt: Man weiß, woher die Waren kommen, schätzt die Frische und auch die Möglichkeit, biologisch angebautes Obst und Gemüse zu kaufen. Der Wochenmarkt findet ganzjährig bei jeder Witterung jeweils am Mittwoch von 8 bis 12 Uhr und Freitag von 12 bis 18 Uhr statt. Die Sicherung und Weiterentwicklung einer möglichst flächendeckenden Nahversorgung für die Bürgerinnen und Bürger aller Stadtteile ist als übergeordnetes Ziel im Einzelhandelskonzept der Stadt Augsburg definiert. Der Wochenmarkt leistet hierzu einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der wohnortnahen Versorgung mit frischen Lebensmitteln. Die Befragungsergebnisse stützen diese Aussage, denn 82 Prozent der Befragten stammen aus Hochzoll-Süd und 78 Prozent erledigen ihren Einkauf sogar zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Allerdings gibt es in Hochzoll-Süd aufgrund des fehlenden Supermarktes am 12-Apostel-Platz auch kaum Alternativen. Für die Erweiterung auf ca. 1000m² hat die Stadt zwar schon eine Baugenehmigung erteilt, aber die Eigentümergemeinschaft hat den Plänen des Investors noch nicht zugestimmt. Hier gibt es offenbar ein oder zwei Eigentümer, die aus unbekannten Gründen der Realisierung der Erweiterung widersprechen - sorgt doch ein Supermarkt für Frequenz am Platz und steigert somit auch den Wert der gesamten Immobilie. Für den ausgezogenen Metzger gibt es bislang keine Nachfolgenutzung. Die Räume sind über 45 Jahre alt und müssten dringend renoviert werden. Richard Ziegelmeier von der Aktionsgemeinschaft 12 Apostelplatz sieht hier die Chance für eine gastronomische Nutzung, zum Beispiel ein Bistro. „Seit die Pizzeria nicht mehr da ist, fehlt ein gastronomisches Angebot.“ Ein weiteres Supermarkt-Projekt in Hochzoll-Süd, das auf dem ehemaligen Postgelände in der Nähe des Bahnhofs entstehen soll, steht dagegen kurz vor dem Spatenstich. Spätestens bis zum Jahresende wird der Wochenmarkt noch in der Mittenwalder Straße gastieren, bevor er auf den neuen Zwölf-Apostel-Platz zurückkehrt. Die Bauarbeiten liegen aktuell voll im Zeitplan. Seit Mitte August werden die Arbeiten für das Wasserfontänenfeld durchgeführt, bevor der Platz fertig gepflastert wird.
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