Neue Leitung im Augsburger Lehmbau

Anke Abel ist die neue pädagogische Hausleitung im Lehmbau. Die Erzieherin ist auch gelernte Fotografin und freut sich schon darauf, auch diese Fähigkeiten in die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen einzubringen.
Seit Mitte November gibt es im Kinder- und Jugendhaus Lehmbau eine neue pädagogische Hausleitung. Die gelernte Erzieherin Anke Abel übernimmt „ein tolles Team voller Kreativität“ von Stefanie Hörr, die fürs Studium nach Darmstadt ging. Anke Abel stammt aus der Nähe von Stuttgart und ist ausgebildete Fotografin. „Ich habe jahrelang im Bereich Werbefotografie, später in meinem eigenen Porträtstudio gearbeitet.“ 2008 kam sie mit ihrem Mann nach Augsburg und orientierte sich beruflich neu. „Ich wollte einfach noch mehr mit Menschen arbeiten und etwas wirklich Sinnvolles machen.“ In Augsburg absolvierte die Mutter von zwei erwachsenen Kindern ihre Ausbildung zur Erzieherin. Ihre fotografisch-künstlerische Vergangenheit möchte die 49-Jährige jetzt natürlich auch in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Lehmbau einbringen. „Künstlerisches Arbeiten mit Fotografie, Bauen einer Lochkamera, Kombination mit Malerei und anderen Techniken sind tolle Möglichkeiten, die ich bei der pädagogischen Arbeit im Lehmbau einsetzen möchte.“ Abel möchte vor allem die Jugendarbeit wieder verstärken. „Die Jugendlichen liegen mir sehr am Herzen, aber man muss heutzutage schon eine „eierlegende Wollmilchsau“ sein, um die jungen Menschen hinter dem Ofen hervorzulocken“ berichtet sie. Eine geschlechterspezifische Ansprache, zum Beispiel durch spezielle erlebnispädagogische Jungenarbeit, ist ein möglicher Ansatz. Auch interkulturelle Angebote für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) sollen dazu beitragen, den Jugendtreff wieder voll zu bekommen. Täglich außer am Wochenende von 16 bis 20 Uhr, freitags bis 21 Uhr und mittwochs ab 17.30 Uhr können die Jugendlichen im Lehmbau Musik hören, Freunde treffen, Kickern, Billard oder Dart spielen, Weihnachtsdekoration basteln, töpfern, kochen, Ausflüge machen oder Gesellschaftsspiele spielen. Die jungen Leute bestimmen mit, was gemacht werden soll – in Zukunft bereichert Abel die Auswahl dann noch mit einem fotografischen und medientechnischen Angebot. Gemeinsame Projekte und Vernetzung mit anderen Institutionen im Stadtteil sind der neuen Hausleiterin sehr wichtig. Abel hat Freude daran, Heranwachsenden dabei zu helfen, ihre Identifikation zu finden. „Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass sie zu selbstbestimmten Menschen heranwachsen. Das können sie nur, wenn sie keine Angst vor Fremden haben, wenn sie sich etwas zutrauen. Ich möchte sie ermutigen Dinge auszuprobieren und nehme sie ernst. Mehr als aus Fehlern zu lernen passiert nicht.“ Angebote, die die Persönlichkeit stärken, sind für Abel ein elementarer Bestandteil des Lehmbaus. „Wir wollen die jungen Menschen ermutigen darüber nachzudenken, was sie Sinnvolles mit ihrem Leben anfangen können.“ Lernen durch Nachahmen funktioniert dabei am besten – gut, dass Abel selber vielseitig interessiert ist. In ihrer Freizeit ist sie gerne in der Natur - beim Schwimmen an der Wertach, beim Joggen oder beim Fotografieren. Sie liebt Kinofilme, schöne Texte und Gedichte. Und neuem gegenüber ist sie aufgeschlossen – sie versucht sich aktuell in Kalligraphie.
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