Sicher in den Netzwerken

Die betreuende Lehrkraft, Frau Barbara Leitner, und die „Internet-Knappen“ des Rudolf-Diesel-Gymnasiums (von links) Daniel, Andreas, Alexander, Manuel, Philip, Michelle, Vincent, Noah, Jan und Emma wirken bei dem Projekt aktiv mit.
Persönlichkeitsrechte und Urheberrecht – wenn Erwachsene Kindern oder Jugendlichen das richtige Verhalten im Internet beibringen wollen, gelten sie oft als Spielverderber. Gleichaltrige haben es da bei der Akzeptanz viel einfacher. Deshalb halten am Rudolf-Diesel-Gymnasium jetzt Schüler medienpädagogische Kurse für Unterstufenklassen ab und alle lernen dabei sehr viel. Ausgangspunkt für das neue Projekt war die Initiative „Firewall Live“, ein Präventionsprogramm des Deutschen Kinderschutzbundes und der Krankenversicherung Knappschaft. Die Medienpädagogen von „Firewall Live“ waren im Juli 2015 erstmals zu Gast am Rudolf-Diesel-Gymnasium. Damals führten die Trainer die Kurse zu den Themen „Soziale Netzwerke“ und „Cybermobbing“ selbst in zwei Klassen durch. Damit erreichten sie bei einem zweitägigen Besuch etwa 50 bis 60 Kinder. Um den Kreis der Kinder, die von dem Programm erreicht werden, zu vergrößern, wurde das es weiterentwickelt zu „Firewall Live – die Internet-Knappen“. Bei ihrem Besuch in den Schulen bilden die Medienpädagogen nun Mittelstufenschüler aus, damit diese die Kurse in den Klassen abhalten können. Zehn engagierte Neuntklässler nahmen im vergangenen September an der zweitägigen Ausbildung teil. Seither bereiteten sie sich in Zweiergruppen auf ihren ersten Einsatz vor. Anfang Dezember war es nun soweit: jeweils zwei „Internet-Knappen“ gestalteten in einer fünften Klasse eine Doppelstunde über die sozialen Netzwerke und die dazu gehörenden rechtlichen Fragen. Dabei mussten die jungen Referenten wie Lehrer agieren - die Schüler mit ihrem Vorwissen einbinden, auf Fragen eingehen und dabei alle Fakten im Blick behalten. Das ist ihnen gut gelungen, die Unterstufenschüler akzeptierten die Neuntklässler bereitwillig als Experten, und diese lernten in der Ausbildung nicht nur neue Fakten, sondern sie übten vor allem eine lebendige und aktivierende Vortragsweise ein. Damit können sich die Schüler im kommenden Februar erneut im Projekt „Firewall Live“ einbringen. In den Tagen rund um den Safer Internet Day 2017 sollen die Internet-Knappen eine weitere Unterrichtseinheit zum Thema Cybermobbing in den Klassen durchführen. Begleitend zum Projekt fand auch ein Elternabend statt, bei dem die Initiative „Firewall Live“ und die Inhalte das Projekt vorgestellt wurden, vor allem aber beantworteten die zehn „Internet-Knappen“ sehr offen alle Fragen der Anwesenden zum Thema Medien und Medienkonsum. Dabei berichteten die Schüler darüber, welche Geräte sie wofür benutzen, wieviel Zeit sie damit verbringen, aber auch, worüber sie sich mit ihren Eltern auseinandersetzen und in welchen Situationen sie der Medienkonsum anderer nervt. Durch die große Offenheit der Schüler war der Abend für alle Anwesenden sehr interessant und rundete das Projekt sehr gelungen ab.
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