Weltall, Vivaldi, Wohngemeinschaft

Ein Tanzabend begeisterte den Holzerbau. (Foto: Mario Kempter/Markus Pfeiffer)

Ein toller Tanzabend begeisterte zum Ende der Kulturtage den Holzerbau.

So voll war es im Bürgertreff Holzerbau wohl noch nie. Einen Tag vor dem Abschlusskonzert erlebten die auf Einladung der Aktionsgemeinschaft Hochzoll in großer Zahl erschienenen Zuschauer einen weiteren Höhepunkt der diesjährigen Kulturtage: Tanzkunst in ihren verschiedensten Formen: modern, neoklassisch sowie witzig-peppiger Jazztanz. Die Enge im Zuschauerbereich und die unmittelbare Nähe zu den Aktiven schufen dabei eine extrem intensive und dichte Atmosphäre, die für so manches Sichtproblem entschädigte.

Im ersten Teil des Abends entführte die Ballettakademie Subklew in die Sphären von Holsts Planeten. Kraftvoll und präzise umtanzten die Elevinnen den kriegerischen Mars, sanft und strahlend Helena Sturm, die friedenstiftende Venus.
Den zweiten Teil bestritt die in Augsburg erst seit kurzem ansässige freie JSLN-Company, die in neoklassischem Stil zu einem Vivaldi-Medley die hohe Kunst des Spitzentanzes in seiner modernen Form präsentierte. Die variantenreiche Choreografie von Sören Niewelt bestach durch Tempo und Eleganz.

Zuletzt begeisterten Helena Sturms „Szenen einer Wohngemeinschaft“ zur schwungvollen Musik von Elvis Presley und leiteten zur ausgelassenen Party über. Mit Witz und enormer Liebe zum Detail setzte die junge Choreografin Musik und anspruchsvolle zeitgenössische Tanztechnik ein, um die amüsante Geschichte eines „Sunday Morning“ zu erzählen. Sichtlich stolz waren die Hochzoller auf dieses junge Tänzertalent aus dem eigenen Stadtviertel, denn Helena Sturm, die gerade diesen Sommer ihre Profiausbildung beendet hat, zeichnete sich auch organisatorisch für den Abend verantwortlich und zeigte durch ihre Mitwirkung an allen drei Stücken des Abends ihre beeindruckende Vielseitigkeit.

Von Anja Lütke-Wissing
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