Wildes Waldpinkeln ade?

Die CSU-Stadtratsfraktion hat die Verwaltung der Stadt Augsburg damit beauftragt zu prüfen, ob es möglich wäre ein Toilettenhäuschen an dem beliebten und stark frequentierten am Wald gelegenen Spickelspielplatz (Goethestraße/Waldfriedenstraße) aufzustellen. Der Impuls für den Antrag kam von einer Grundschulklasse im Spickel. Die Klasse hatte den örtlichen CSU-Stadtrat Ralf Schönauer aufgesucht, um mehr über Lokalpolitik zu erfahren. Dabei sprachen sich die Kinder für eine Toilette am Spickelspielplatz aus. „Es wäre jetzt natürlich sinnvoll, den heranwachsenden Bürgern das Gefühl zu vermitteln, positiven Einfluss auf ihre Nachbarschaft ausüben zu können“ so Schönauer. Allerdings dürfte die Situation baulich nicht so leicht zu lösen sein, da es am Spielplatz bisher keinen Kanalanschluss gibt. Der Antrag wird im Umweltreferat bearbeitet. In der Antragsbegründung der CSU heißt es: Der Spielplatz und die nähere Umgebung sind ein wertvolles Naherholungsgebiet in Augsburg, das von Familien mit jungen Kindern sowie von Sportlern und Spaziergängern gern und häufig genutzt wird. Dem Spielplatz angegliedert ist eine Wiese, die häufig von Fußballspielern und Sportlern beansprucht wird sowie ein frequentierter Spazier- und Radweg. Bisher verhält es sich so, dass aufgrund mangelnder sanitärer Anlagen „Wildpinkeln“ die Praxis ist. Dies führt unter anderem zu Belästigungen durch unangenehme Gerüche und Verschmutzung des öffentlichen Raumes. Dadurch wird die Qualität dieses Erholungsplatzes erheblich geschmälert sowie die Aufenthaltsdauer für jene, welche sich nicht im Wald erleichtern wollen, unnötig begrenzt. Besonderes Augenmerk sollte auch auf die Situation mit Kleinkindern gelegt werden, bei welchen ein Infektionsrisiko durch Kot am größten ist. Daher sprechen vielfältige Gründe für das Aufstellen einer öffentlichen Toilette am Spickelspielplatz: Die Wiederherstellung der öffentlichen Hygiene, was für einen Spielplatz als Notwendigkeit betrachtet werden kann und die Ermöglichung der Nutzung der öffentlichen Grün- und Erholungsgebiete als Raum sozialer Begegnungen.
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