Wohnen im Alter in Hochzoll

Mitte Juli fand im Bürgertreff im Holzerbau ein offener Informationsaustausch zum Thema „gemeinsam Wohnen im Alter“ statt. Der Anstoß kam von einer 60-jährigen Hochzollerin, die sich schon seit längerer Zeit damit beschäftigt, wie sie selbst wohl in den nächsten Jahren ihr Wohnen und älter werden in Hochzoll gestalten kann.


Bei aller Unterschiedlichkeit der Vorstellungen des knappen Dutzends Teilnehmer wurde doch deutlich, dass es gerade in Hochzoll und Friedberg-West für ältere Menschen nahezu unmöglich ist, bezahlbaren, altersgerechten Wohnraum zu finden. Egal ob man gemeinsam eine Senioren-WG gründen möchte, von einer eher landwirtschaftlichen Selbstversorgergemeinschaft träumt oder einfach nur eine seniorengerechte Wohnung braucht, die Möglichkeiten sind nahezu verschwindend. „Ich war etwas erstaunt darüber, dass sich die älteren Herrschaften in puncto Wohnen in Hochzoll nicht wahrgenommen fühlen, auch weil sie keine Lobby hätten“, sagt Richard Gröbner, der das Treffen im Bürgertreff kurzfristig arrangierte. Die Teilnehmer hatten ziemlich klare Vorstellungen wie sie sich ihre Wohnsituation für die Zukunft wünschen, wobei kaum jemand in große Seniorenwohnanlagen einziehen möchte. Am liebsten will man im gewohnten Viertel bleiben und oft auch gerne mit anderen zusammenziehen und sich dann die Hilfe organisieren, die benötigt wird. „Im Alter nochmal mit anderen eine Wohngemeinschaft zu gründen ist sicher nicht für jeden das Richtige. Viele Menschen bleiben auch gerne für sich. Aber es gibt im Moment einfach kaum Möglichkeiten, obwohl ja doch einiges an Neubauten entsteht“, so Gröbner, der sich als Makler auf das Thema Wohnen im Alter spezialisiert hat. Wenn man sich die Mietpreise der Neubauwohnungen ansieht, dann liegen diese zwischenzeitlich so hoch, dass sie für viele Rentner nicht mehr leistbar sind. Hier bestand bei den Teilnehmern der Wunsch nach mehr Unterstützung auch seitens der Stadt, um Möglichkeiten auch für Menschen mit schmaler Rente zu schaffen. Die Gruppe hat sich darauf verständigt nach der Sommerpause ein nächstes Treffen zu organisieren, um dazu gerne auch Vertreter der Stadt einzuladen.
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