Wohnzimmer passt ins neue Schwabencenter-Konzept

Lisa Schuster, Sabine Pfister und Angela Kemming - die Frauenpower im Wohnzimmer im Schwabencenter - freuen sich über den ersten Geburtstag des Projekts.
 
Sabine Pfister, Lisa Schuster und Angela Kemming (v.l.n.r.) verteilen bei der 1. Geburtstagsfeier des Wohnzimmers im Schwabencenter an alle Akteure Luftballone und Dank-Kärtchen.
Ende April feierte das „Wohnzimmer im Schwabencenter“ sein einjähriges Jubiläum. Das ist bereits etwas Besonderes, denn das Wohnzimmer ist kein regulärer Mieter, sondern bespielt für ungewisse Zeit eine leerstehende Fläche im Schwabencenter. Wie lange dies noch möglich ist, gerade auch im Kontext des bevorstehenden Umbaus und Eigentümerwechsels, war lange Zeit nicht klar. Bei der Geburtstagsfeier bekräftigte dann der extra aus Berlin angereiste neue Eigentümer, Uwe F.H. Wegner von der Landholding Development AG, dass das Wohnzimmer nicht nur weiterhin geduldet werde, sondern sogar sehr gut ins neue Konzept passe. Man wolle aus dem Schwabencenter keine zweite Citygalerie machen, sondern ein Nachbarschafts-Center. Das Wohnzimmer, das mit seinem vielfältigen Angebot von der Senioren-Beratung bis hin zu Tanzkursen für Menschen aus dem Quartier da sein möchte, wird also auch vom neuen Eigentümer unterstützt werden. „Dieser Stadtteil ist ein eigenes Quartier, das aus sich heraus lebensfähig ist. Wir wollen keine Konkurrenz zur Innenstadt sein“ so Wegener. Ende Juni werde die Planung veröffentlicht. Normalerweise sehen Investoren nur, dass unter dem Strich ein Gewinn herauskommen muss. „Die Menschen, die hier leben, werden darüber oft vergessen“, so Eckard Rasehorn, AWO. „Das Schwabencenter ist aber keine seelenlose Hülle, dazu braucht es so etwas wie unser Wohnzimmer“, so Rasehorn. Die Macher und Verantwortlichen des Wohnzimmers zeigten sich von der Einstellung der Investoren positiv überrascht – ein besseres Geburtstagsgeschenk als eine dauerhafte Integration in das Centerkonzept hätte es nicht geben können. Vor einem Jahr startete eine kleine Gruppe mit regelmäßigen Angeboten und begann damit, Leben in den großen Ladenraum zu bringen. In der Zwischenzeit ist sowohl die Gruppe der Programm-Schaffenden wie auch die Gruppe der regelmäßigen Nutzer beständig gewachsen. Wunderschöne Ausstellungen, einige kulturelle Highlights, interessante Projekte und vor allem jede Menge Kontakte und Begegnungen haben sich ergeben. "Gemeinsam ist so viel besser als einsam" in Anlehnung an den Roman „Zusammen ist man weniger allein“ - das ist seit Beginn das Motto des Wohnzimmers. Ute Michalik von der Lokalen Agenda 21 betonte in ihrer Ansprache, dass Nachhaltigkeit vor Ort passieren muss und es nicht reicht, wenn Politiker sie beschließen. „Sie gestalten hier Ihren Lebensraum, ergreifen Initiative. Jeder macht das in seinem Bereich, was er kann.“ Das Wohnzimmer baut auf ein Netzwerk auf Haupt- und Ehrenamtlichen – eine gute Kombination aus Stabilität und frischen Ideen. Die drei Powerfrauen des Wohnzimmers, Lisa Schuster, Projektleiterin Quartiersentwicklung, Angela Kemming, Seniorenfachberaterin bei der AWO und Sabine Pfister, Lebensraum Schwabencenter, würdigten in ihrer Rede alle Angebote und die dahinter stehenden Personen. Jeder erhielt einen bunten Luftballon – so bunt wie das Angebot im Wohnzimmer. Am Ende durften alle ihre Ballone nach oben steigen lassen. „Wir sind viele – das ist unser Erfolgsrezept“, so Lisa Schuster. Nach dem offiziellen Teil wurde noch mit einer Bachata-Tanzvorführung, buntem Buffet und Mundharmonika-Musik weitergefeiert.
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