Wunschtermin April: Der Zoo will 2018 mit dem Bau des neuen Elefantenhauses beginnen

Dschungeloptik: Der Bauantrag für das neue Elefantenhaus soll im September bei der Stadt gestellt werden. (Foto: Zoo Augsburg)

Auch wenn das Spendenziel noch nicht erreicht ist: Der Zoo rechnet fest mit dem Bau des neuen Elefantenhauses. Nächstes Jahr soll mit den Arbeiten begonnen werden, das Gebäude samt Gehege 2019 öffnen.

Obwohl der Spendenzähler auf den ersten Blick nur einen Bruchteil der benötigten Summe für das neue Elefantenhaus anzeigt, ist Zoodirektorin Barbara Jantschke „sehr zufrieden“, wie sie sagt, wobei sie nahezu euphorisch klingt. Etwas mehr als 700 000 Euro wurden bereits über die Internetseite des Augsburger Zoos gesammelt. Das sind immerhin fast die Hälfte der angestrebten Summe, die der Zoo aufbringen will – 1,5 Millionen Euro.

Die machen ein Viertel der Gesamtkosten von rund sechs Millionen Euro aus. 500 000 Euro will der Tierpark selbst stemmen, zwei Millionen sollen durch ein Darlehen finanziert werden. Die restlichen zwei Millionen Euro – und gerade darauf stützt sich Jantschkes Zuversicht – steuert die Stadt bei. Das hat der Stadtrat im November beschlossen. Und seither geht es voran.

Bauplan soll bald der Stadt vorgestellt werden

So steht nicht nur rund eine halbe Millionen Euro mehr als damals auf dem Spendenkonto. „Wir haben unseren Planer und Architekten gefunden, der in einem europaweiten Wettbewerb ermittelt wurde“, erzählt die Direktorin. „Der plant jetzt das Gebäude.“ Im September will der Zoo den Bauantrag der Stadt vorstellen und Jantschke hofft, dass er so schnell wie möglich bearbeitet wird. „Wir würden gern im April oder Mai 2018 mit dem Spatenstich beginnen“, kündigt sie an und ergänzt: „Allerdings wäre das schon etwas zügig.“

Bereits seit fünf Jahren steht die Forderung nach einem neuen Elefantenhaus im Raum. Das alte Gebäude ist in einem miserablen Zustand und erfüllt die Haltungsvorschriften nicht mehr. Zu lange sollte der Neubau daher nicht dauern. Auch des Alters der beiden Elefantendamen Targa und Burma wegen. Sie sind inzwischen 61 – Targa ist damit gar einer der ältesten Zoo-Elefanten weltweit – und 47 Jahre alt.

Einzelhaltung ist kaum vertretbar

Sollte Targa sterben, muss der Zoo schnell reagieren können. Denn die Dickhäuter einzeln zu halten, sei normalerweise nicht vertretbar, wie Jantschke ausführt. Neue, jüngere Tiere nach Augsburg zu holen, sei mit dem derzeitigen Gehege nicht möglich – es hält den Bestimmungen, die dafür gelten, nicht mehr stand. Daher der Neubau.

Burma in einen anderen Zoo umzusiedeln, sollte Targa sterben, hält Jantschke für kaum möglich. Zu stressig sei das für das betagte Tier. Sie freue sich deshalb darüber, wie viele Aktionen auch unabhängig vom Zoo angelaufen sind, um Spenden für das Elefantenhaus zu generieren. „Mindestens vier Schulen haben sich zum Schulabschluss mit Spendenläufen beteiligt oder Figuren verkauft. Dabei ist ein hoher vierstelliger Betrag zusammengekommen“, schwärmt die Zoo-Chefin.

Auch der Freundeskreis des Augsburger Zoos habe sich kräftig mit einigen Unternehmungen beteiligt und knapp 7000 Euro eingenommen. „Da läuft immer was“, sagt die Zoodirektorin.

Der Tierpark, da ist sie sicher, ist auf einem guten Weg zum neuen Elefantenhaus. Jantschkes Wunsch: „Wir würden gern bis 2019 fertig sein.“
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