Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro / Brasilien - Kanuslalomwettkämpfe

von links Melanie Pfeifer, Sideris Tasiadis, Hannes Aigner aus Augsburg bei den olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro 2016
Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016
Kanuslalom Wettkämpfe Zusammenfassung
An den Medaillen vorbeigepaddelt!
Es sollte nicht sein, auch am letzten Wettkampftag stellte sich die ersehnte Medaille nicht ein…
Melanie Pfeifer auf Rang sieben, Steffi Horn auf Rang acht und Anton/Benzien Vierte
Die Kanu Schwaben Athletinnen Steffi Horn (Italien) fuhren sich im Semifinale auf Rang 8. (108,30/0) und Melanie Pfeifer (108,58/0) auf Rang 10. und waren somit beide für das olympische Finale qualifiziert. Im Finale ging es dann richtig zur Sache die Goldmedaillengewinnern Maialen Chorraut (ESP) konnte sich gegenüber dem Semifinale (101,83) um über 3 Sekunden steigern und legte eine Zeit mit 98,65 Sekunden vor, das war Wahnsinn – hier dürfte in Seu die Hölle losgewesen sein!
Melanie Pfeifer konnte sich im Finale mit einer Laufzeit von 104,89 steigern, aber eine flüchtige Berührung warf sie dann wieder zurück, mit einer Gesamtzeit von 106,89 belegte sie im Finale den 7. Platz. Steffi Horn konnte sich ebenso im Finale verbessern, hatte aber auch keinen fehlerfreien Lauf und belegte mit einer Endzeit von 107,22 den 8. Platz.
Melanie nach ihrem Finallauf : „Ich bin Siebte im olympischen Finale, damit kann ich zufrieden sein. Ich fand den Lauf auch gar nicht so schlecht, ich habe, glaube ich, überall so ein kleines Bisschen verloren“, bilanzierte Melanie Pfeifer ihren Finallauf im Kajak-Einer der Damen. „Es war sehr windig heute, es war schon schwer, unter diesen Bedingungen zu paddeln, gerade auch in die ersten zehn Tore reinzukommen. Meine Berührung muss hauchdünn gewesen sein, ich weiß gar nicht, wo sie passiert ist“, sagte die Augsburgerin unmittelbar nach dem Rennen, „das ist halt Kanu-Slalom: Da muss das Wasser ordentlich fließen, die Schläge müssen passen und man muss auch einfach ein bisschen Glück haben – heute war es nicht auf meiner Seite.“
Insgesamt kann man als positiv bilanzieren, alle deutschen Boote waren in den Finalläufen, zwei von vier Booten auf Rang 4. und somit ganz knapp an den Medaillen vorbei, vielleicht haben wir in Deutschland die nötige Portion Glück nicht mit im Gepäck gehabt!
Franz Anton und Jan Benzien gingen als Beste des Halbfinals zuletzt auf den Olympiakurs und lagen zwischenzeitlich 1,4 Sekunden vor den späteren Olympiasiegern Ladislav und Peter Skantar (Slowakei), am Ende fehlten dem Duo 34 hundertstel Sekunden auf Bronze. Silber gewannen die Briten David Florence/Richard Hounslow, Bronze ging an die Franzosen Gauthier Klauss/Mathieu Peche.
Ergebnisse
Herren, Canadier-Zweier: 1. Ladislav Skantar/Peter Skantar (SVK) 101,58 (0), 2. David Florence/Richard Hounslow (GBR) 102,01 (0), 3. Gauthier Klauss/Mathieu Peche (FRA) 103,24 (0), 4. Franz Anton/Jan Benzien (GER) 103,58 (0), 5. Piotr Szczepanski/Marcin Pochwala (POL) 104,97 (0), 6. Michail Kuznetsov/Dmitry Larionov (RUS) 106,70 (0).

Damen, Kajak-Einer: 1. Maialen Chorraut (ESP) 98,65 (0), 2. Luuka Jones (NZL) 101,82 (0), 3. Jessica Fox (AUS) 102,49 (2), 4. Jana Dukatova (SVK) 103,86 (2), 5. Corinna Kuhnle (AUT) 104,75 (4), 6. Fiona Pennie (GBR) 105,70 (4), 7. Melanie Pfeifer (GER) 106,89 (2).
Die Königsklasse kämpfte um Medaillen
Hannes Aigner (Augsburger Kajak Verein) hielt dem Druck stand und lieferte einen sensationellen Finallauf, musste sich dann aber auf dem undankbaren 4. Platz einreihen. Um 0,03 Sekunden verpasste er die Bronzemedaille, aber es war ein wahrhaft olympisches Finale – es war an Dramatik, Spannung und Leidenschaft nicht zu überbieten. Die Emotionen der Sportler im Ziel sagten alles. Jeder war bis zu den Haarwurzeln unter Hochspannung. Hannes Aigner konnte sich im Finallauf von seiner Semifinalzeit 91,87/0 auf 89,02/0 erheblich steigern. Es sah am Anfang auch so aus, als könnte es für eine Medaille reichen. Er fuhr agressiv, kontrolliert und hatte sein Risikomanagement im Griff!
Der Brite Joseph Clarke überzeugte auf dem Wildwasser und zimmerte einen Lauf herunter und der Slowene Peter Kauzer konnte endlich seine erste Medaille bei Olympia einfahren. Der erst 19 jährige Jiri Prskavec (CZE) fuhr mit einer Berührung an Tor 13 und somit 2 Strafsekunden im Gepäck auf den Bronzerang und hatte eine reine Fahrzeit von 86,99 – das wäre der Olympiasieg gewesen! Es war ein sehr enges, packendes Finale, die ersten Boote kamen innerhalb von 0,50 Sekunden ins Ziel, welche Leistungsdichte.
Ergebnisse
Herren, Kajak-Einer, Finale: 1. Joseph Clarke (GBR) 88,53 (0), 2. Peter Kauzer (SLO) 88,70 (0), 3. Jiri Prskavec (CZE) 88,99 (2), 4. Hannes Aigner (GER/Augsburg) 89,02 (0), 5. Jakub Grigar (SVK) 89,43 (0), 6. Pedro Da Silva (BRA) 91,54 (0).
Die Medaille war zum Greifen nah
Die Qualifikation souverän gewonnen, der Silbermedaillengewinner von 2012 war zuvor im Halbfinale deutlich die schnellste Zeit gefahren und ging somit als letzter Finalist auf den Kurs in Deodoro.
Eine Berührung im oberen Teil der Strecke (an Tor 9) brachte den Favoriten etwas aus dem Tritt und hier zählt nur dieser eine Lauf - da half auch das Daumendrücken in Seu (wo sich gerade unsere Jugend zum Schüleraustausch befindet) und am Kanu Schwaben Bootshaus nichts!
Sideris im Anschluss an das Rennen:
„Ich wusste, was die Jungs vor mir gefahren sind, das wusste ich, dass ich noch einmal so eine Leistung abliefern muss wie im Halbfinale und noch einen Tick schneller. Ich habe dann leider Tor neun ganz leicht mit der Schulter berührt, das hat mich ein wenig aus dem Rhythmus gebracht und die Medaille gekostet. Ich war vielleicht ein wenig hektisch in diesem Moment und wollte zu früh nach links fahren. Danach wollte ich schon noch bis unten meine Linie halten und die Zeit war mit 95 Sekunden ja auch in Ordnung, deswegen bin ich auch mit Platz fünf schon zufrieden mit mir“, sagte der 26-Jährige.
Hinter dem neuen Olympiasieger aus Frankreich gewannen der Slowake Matej Benus Silber und Takuya Haneda aus Japan Bronze. Morgen steht in Deodoro mit den Finalläufen im Kajak-Einer der Herren mit dem Augsburger Hannes Aigner die zweite Entscheidung auf dem Programm.
Ergebnisse
Herren, Canadier-Einer, Finale: 1. Denis Gargaud Chanut (FRA) 94,17 (0), 2. Matej Benus (SVK) 95,02 (0), 3. Takuya Haneda (JPN) 97,44 (0), 4. Vitezslav Gebas (CZE) 97,57 (0), 5. Sideris Tasiadis (GER/Augsburg) 97,90 (2), 6. Benjamin Savsek (SLO) 99,36 (4).

Eine ganz heiße Nummer
Nachdem am 1. Qualifikationstag Sideris Tasiadis und Hannes Aigner souverän ins Halbfinale fuhren, machte es Melanie Pfeifer spannend! Am zweiten Qualifikationstag der Olympischen Spiele in Rio lief es bei Meli im 1. Lauf bis Tor 20 sehr gut, doch dann hieß es für die Fans Luft anhalten, denn sie verpasste das Abwärtstor 21 mitten in der Strömung und Meli gab alles – sie schaffte es die 50 Strafsekunden zu vermeiden und paddelte hoch, dies war im 1. Qualilauf Platz 15 (115,60)! Es war aber klar, dass sie sich im 2. Lauf steigern musste, um unter die Top 15 zu kommen, da 6 von 21 Booten nicht in die Halbfinals einzogen. Der zweite Lauf brachte dann die Erlösung 14. Platz im Endergebnis mit einer Gesamtzeit von 107,30 – Einzug ins Halbfinale. Sie hatte ihre Nerven im Griff, ihr Fazit: „Schon beim Hochfahren hab ich mir gedacht: oah, nee, noch einen Lauf zittern! Zwischen den Läufen war ich dann sehr, sehr nervös – am Start dann aber überhaupt nicht mehr. Wir haben ausgemacht, dass ich unten die sichere Variante wähle, das hat dann natürlich Zeit gekostet. Dadurch war das jetzt nicht der Toplauf, aber der Rest war schön und ich bin megastolz, dass ich das jetzt so runtergebracht habe“, freute sich Melanie Pfeifer über den Einzug in die nächste Runde. Die Qualifikation gewann heute Stefanie Horn für Italien, Jessica Fox (Australien) und Fiona Pennie (Großbritannien) folgten auf den Plätzen. Mit Gastgeber-Hoffnung Ana Satila (17.) und Marie-Zelia Lafont (Frankreich/16.) mussten ambitioniert gestartete Athletinnen heute bereits die Segel streichen.
Die Leipziger Weltmeister Franz Anton und Jan Benzien zogen als Vierte im Canadier-Zweier in die nächste Runde. Ein stärkerer erster Lauf brachte der deutschen C2-Crew den mit den tschechischen Kontrahenten Jonas Kaspar/Marek Sindler geteilten vierten Platz. Schnellste waren am Montag die Slowaken Ladislav und Peter Skantar, vor den Franzosen Gauthier Klauss/Mathieu Peche sowie David Florence/Richard Hounslow aus Großbritannien. Allerdings fiel bei den C2 Herren in der Qualifikation nur 1 von 12 Booten raus!
Ergebnisse
Qualifikation, Herren, Canadier-Zweier: 1. Ladislav Skantar/Peter Skantar (SVK) 100,89 (0), 2. Gauthier Klauss/Mathieu Peche (FRA) 102,43 (0), 3. David Florence/Richard Hounslow (GBR) 103,27 (0), 4. Jonas Kaspar/Marek Sindler (CZE) 103,43 (4) und Franz Anton/Jan Benzien (GER/Leipzig) 103,43 (0), 6. Luka Bozic/Saso Taljat (SLO) 105,21 (0). Damen, Kajak-Einer: 1. Stefanie Horn (ITA) 99,07 (0), 2. Jessica Fox (AUS) 99,51 (2), 3. Fiona Pennie (GBR) 100,52 (2), 4. Luuka Jones (NZL) 100,59 (0), 5. Katerina Kudejova (CZE) 102,06 (2), 6. Jana Dukatova (SVK) 102,25 (2), ... 14. Melanie Pfeifer (GER/Augsburg) 107,30 (2).

Erster spannender Olympiatag

Erster spannender Olympiatag – Sideris siegte bei den C 1 Herren in der Qualifikation – er ist genauso im Halbfinale wie Hannes Aigner bei den K 1 Herren mit dem dritten Platz – super anzuschauen!

Es sollte zwar um 17.30 Uhr im ZDF übertragen werden, leider konnten wir im ZDF die Übertragung nicht sehen, so dass wir auf andere Übertragungsmöglichkeiten zurückgreifen mussten. Dank Merlin Holzapfel hat es dann doch noch geklappt – eine gute Stunde Wartezeit wegen stürmischem Wind in Rio de Janeiro nahmen die wartenden Fans im Kanu Schwaben Bootshaus dafür gerne in Kauf und freuten sich riesig über die guten Resultate von Sidi und Hannes. Die Strecke war ganz schön knifflig an bestimmten Passagen ausgehängt!

Die erste Hürde ist genommen, Sideris Tasiadis zeigte im zweiten Lauf seine ganze Power und gewann mit 92,23 / 0 Sekunden im Canadier Einer Herren (auch der erste Lauf hätte ihm schon ausgereicht, aber da war eine Passage nicht ganz so gut gelaufen an der schwierigen Torpassage 19/20 und dann kamen noch zwei Strafsekunden auf Tor 20 dazu, somit Platz neun im ersten Lauf). Aber er drehte im zweiten Lauf voll auf und legte eine Super Zeit hin.
1.Sideris Tasiadis / Germany – Kanu Schwaben
2.Denis Gargaud Chanut / France
3.David Florence / Great Britain

14 Sportler ziehen ins Halbfinale ein, fünf C 1 Herren sind bereits ausgeschieden.

Alle Ergebnisse unter folgendem Link: https://www.rio2016.com/en/canoe-slalom-canoe-sing...

Und wie ging es den Kajak Einer Herren? Hannes Aigner belegte nach dem zweiten Lauf den dritten Platz mit 87,31/0 Sekunden.
1.Giovanni de Gennaro / Italy
2.Joseph Clarke / Great Britain
3.Hannes Aigner / Germany - AKV

15 Sportler ziehen ins Halbfinale ein, sechs K 1 Herren sind bereits ausgeschieden.

Homepage http://www.kanu-schwaben-augsburg.de/news-details-...
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.