Sideris Tasiadis von Kanu Schwaben holt Silber beim Kanuslalom Weltcup in Markkleeberg

topp in Form - Sideris Tasiadis

Funk und Tasiadis bauen Weltcupführung aus: Die Slalom-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) haben bei ihrem zweiten Heimweltcup in diesem Jahr in Markkleeberg am Sonntag zum Abschluss Gold und Silber geholt, am Samstag gab es bereits Silber und Bronze.

Zunächst gewann Ricarda Funk (Bad Kreuznach) wie schon in der Vorwoche in Augsburg das Rennen der Damen im Kajak-Einer. Die Weltcup-Titelverteidigerin baute damit ihren Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. Jessica Fox aus Australien und die Slowenin Eva Tercelj fuhren dahinter auf das Podium. Jasmin Schornberg (Hamm) auf Rang vier und die Hallenserin Lisa Fritsche auf dem sechsten Platz sorgten für ein bärenstarkes Ergebnis der deutschen Damen, bei denen lediglich Caroline Trompeter (Hanau/26.) im Halbfinale ausschied. „Einen Heimweltcup zu gewinnen ist immer megacool, die Stimmung war super heute, das hat man auf dem Wasser gespürt – das war eine Riesenmotivation. Ich wusste, dass Jess führt, kannte aber ihre Zeit nicht. Ich wollte einfach mit meinem Lauf zufrieden sein. Auch ich fand die Strecke ziemlich schwer, ich wusste, dass man an einigen Stellen unbedingt treffen muss, um keine Zeit zu verlieren. Ich versuche, dieses gute Gefühl jetzt mitzunehmen“, sagte die Siegerin.

Beinahe hätte es danach noch eine weitere Goldmedaille für das deutsche Team gegeben, aber Altmeister Michal Martikan (Slowakei) hatte etwas dagegen. Der Doppelolympiasieger ging als Schnellster des Halbfinallaufs als Letzter auf den Kurs im Kanupark und verdrängte den bis dato führenden Augsburger Sideris Tasiadis noch auf den Silberrang. Bronze ging an den Briten Adam Burgess. „Ich bin überglücklich mit meiner Platzierung, bei jedem Weltcuprennen auf dem Podium, ich bin sehr zufrieden mit mir selbst, die Form passt. Man musste bei der Strecke heute sehr aufpassen und darauf aufpassen, was das Boot macht. Leider habe ich das letzte Tor berührt, das ist ärgerlich, aber ich bin trotzdem glücklich, dass ich so schnell war. Das Entscheidende waren heute die Walzenübergänge, wenn die gepasst haben, war man gut in den Toren drin. Martikan ist einfach technisch unheimlich stark, der hat’s drauf“, zollte Tasiadis, der nun auch im Gesamtweltcup allein in Front liegt, dem Sieger Respekt.

Die beiden Leipziger Franz Anton und Nico Bettge verpassten auf ihrer Heimstrecke den Finaleinzug und wurden 18. und 24.

Bereits gestern gab es für das DKV-Team zwei weitere Medaillen: Sebastian Schubert (Hamm) gewann Silber im Kajak-Einer der Männer. Robert Behling/Thomas Becker (Schkopau) paddelten im Canadier-Zweier zu Bronze.

Ergebnisse, Weltcup 3/5 in Markkleeberg

Herren, Canadier-Einer: 1. Michal Martikan (SVK) 100,88 (2), 2. Sideris Tasiadis (GER/Augsburg) 101,57 (2), 3. Adam Burgess (GBR) 101,76 (0), 4. Benjamin Savsek (SLO) 101,93 (2), 5. Denis Gargaud Chanut (FRA) 103,17 (2), 6. Lukas Rohan (CZE) 104,96 (2), ... im Halbfinale ausgeschieden: 18. Franz Anton (GER/Leipzig) 107,23 (4), 24. Nico Bettge (GER/Leipzig) 114,50 (8). Weltcupstand: 1. Tasiadis 170, 2. Matej Benus (SVK) 146, 3. Savsek 136, 4. Anton 117, ... 13. Bettge 74.
Damen, Kajak-Einer: 1. Ricarda Funk (GER/Bad Kreuznach) 103,85 (0), 2. Jessica Fox (AUS) 106,31 (0), 3. Eva Tercelj (SLO) 109,17 (0), 4. Jasmin Schornberg (GER/Hamm) 109,92 (0), 5. Jana Dukatova (SVK) 112,22 (2), 6. Lisa Fritsche (GER/Halle/S.) 113,96 (6), im Halbfinale ausgeschieden: 26. Caroline Trompeter (GER/Hanau) 123,26 (2). Weltcupstand: 1. Funk 170, 2. Dukatova 135, 3. Fox 121, ... 9. Schornberg 103, 14. Fritsche 79, 25. Trompeter 44.

Silber und Bronze am ersten Finaltag von Markkleeberg

Am ersten Finaltag ihres zweiten Heimweltcups in Markkleeberg haben die deutschen Slalom-Kanuten je einmal Silber und Bronze eingefahren. Sebastian Schubert (Hamm) paddelte im Kajak-Einer auf den zweiten Rang, Robert Behling/Thomas Becker (Schkopau) wurden Dritte im Canadier-Zweier.
Im Kajak-Einer der Herren musste Sebastian Schubert nur dem Italiener Giovanni De Gennaro den Vortritt lassen, der auf dem äußerst schwierig gehangenen Kurs im Kanupark die beste Linie fand. Bronze holte sich der Japaner Kazuya Adachi. „Die Strecke war extrem schwer – voll die Challenge. Ich hatte auch einen großen Fehler drin, hab aber trotzdem weiter gekämpft und ich bin sehr glücklich mit Silber – Giovanni war wirklich sehr stark. Die Unterstützung von den Zuschauern war mega, sehr cool“, befand Sebastian Schubert, der nach drei von fünf Rennen nun auch in der Gesamtwertung hauchdünn in Führung liegt. Alexander Grimm (Augsburg), der im Halbfinale noch vorn lag, paddelte auf den siebten Rang. Fabian Schweikert (Waldkirch) und Hannes Aigner (Augsburg) schieden im Halbfinale auf den Rängen 13 und 40 aus.

Im Canadier-Zweier waren die Deutschen gleich vierfach im Finale vertreten, am Ende gab es durch die Sieger von Augsburg in der Vorwoche, Robert Behling und Thomas Becker, Bronze hinter den Tschechen Jonas Kaspar/Marek Sindler sowie Nicolas Scianimanico/Hugo Cailhol aus Frankreich. „Wir sind super zufrieden mit unserer zweiten Medaille in diesem Jahr, das gibt uns Aufwind für den Rest der Saison“, freute sich Thomas Becker. Auch Robert Behling war zufrieden: „Wir hatten zwar im Finale wieder einen Fehler, aber auf diesem Kurs hatten alle irgendwie ein bisschen zu tun.“ Das galt leider auch für die anderen deutschen Besatzungen. Die Leipziger Crews mit David Schröder/Nico Bettge sowie Franz Anton/Jan Benzien paddelten auf die Plätze sechs und acht. Kai und Kevin Müller (Halle/S.) wurden Zehnte, lösten damit aber das WM-Ticket nach Pau.
Im Canadier-Einer der Damen blieb das DKV-Team ohne Medaille, Lena Stöcklin (Leipzig) paddelte als beste Deutsche auf den fünften Platz. Jessica Fox holte den Sieg für Australien, Silber gewann die Spanierin Nuria Vilarrubla, Bronze ging durch Rosalyn Lawrence ebenfalls nach Down Under. „Alles OK, die letzte Berührung ärgert mich halt wahnsinnig, die war völlig sinnlos. Aber ich bin trotzdem einen ordentlichen Finallauf gefahren, alles in allem bin ich sehr zufrieden. Es war so cool hier im Finale zu sein, dass meine Familie und Freunde mich fahren sehen haben, das ist mir sehr viel wert.“

Morgen stehen im Kanupark Markkleeberg noch die Entscheidungen im Canadier-Einer der Herren und im Kajak-Einer der Damen auf dem Programm.

Ergebnisse, Weltcup 3/5 in Markkleeberg

Herren, Kajak-Einer: 1. Giovanni De Gennaro (ITA) 92,83 (0), 2. Sebastian Schubert (GER/Hamm) 95,78 (0), 3. Kazuya Adachi (JPN) 98,29 (0), 4. Zeno Ivaldi (ITA) 99,16 (4), 5. Lucien Delfour (AUS) 99,65 (4), 6. Jiri Prskavec (CZE) 100,99 (4), 7. Alexander Grimm (GER/Augsburg) 106,41 (2). im Halbfinale ausgeschieden: 13. Fabian Schweikert (GER/Waldkirch) 99,16 (0), 40. Hannes Aigner (GER/Augsburg) 204,28 (100). Weltcupstand: 1. Schubert 149, 2. Vit Prindis (CZE) 148, 3. Prskavec 147, ... 5. Grimm 114, 11. Aigner 92, 12. Schweikert 88.

Canadier-Zweier: 1. Jonas Kaspar/Marek Sindler (CZE) 108,95 (2), 2. Nicolas Scianimanico/Hugo Cailhol (FRA) 109,25 (0), 3. Robert Behling/Thomas Becker (GER/Buna Schkopau) 109,39 (2), 4. Gauthier Klauss/Matthieu Peche (FRA) 109,72 (0), 5. Ondrej Karlovsky/Jakub Jane (CZE) 109,94 (2), 6. David Schröder/Nico Bettge (GER/Leipzig) 110,41 (2), ... 8. Franz Anton/Jan Benzien (GER/Leipzig) 114,21 (4), 10. Kai Müller/Kevin Müller (GER/Halle/S.) 120,37 (4). Weltcupstand: 1. Kaspar/Sindler 175, 2. Klauss/Peche 150, 3. Behling/Becker 137, ... 6. Anton/Benzien 111, 8. Schröder/Bettge 95, 16. Müller/Müller 27.

Damen, Canadier-Einer: 1. Jessica Fox (AUS) 101,46 (0), 2. Nuria Vilarrubla (ESP) 106,40 (0), 3. Rosalyn Lawrence (AUS) 111,46 (0), 4. Nadine Weratschnig (AUT) 113,40 (6), 5. Lena Stöcklin (GER/Leipzig) 114,75 (4), 6. Tereza Fiserova (CZE) 120,88 (4), im Halbfinale ausgeschieden: 12. Andrea Herzog (GER/Leipzig) 121,85 (8), 13. Birgit Ohmayer (GER/Augsburg) 122,54 (2). Weltcupstand: 1. Fox 137, 2. Mallory Franklin (GBR) 133, 3. Stöcklin 125, ... 14. Ohmayer 83, 33. Herzog 31, 35. Elena Apel (GER/Augsburg) 27.
Quelle: DKV
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