Wildwasser-Athleten bereiten sich auf WM in Banja Luka vor

Normen Weber
 
Sabine Füsser
Wildwasser-Athleten bereiten sich auf WM in Banja Luka vor

Noch drei Tage, dann heißt es für das Wildwasserrennsport-Team des DKV in Top-Form zu sein. Von Donnerstag bis Sonntag gehen auf dem Vrbas-Fluss in Bosnien und Herzegowina die Wettkämpfe der diesjährigen WM über die Bühne.

Für die Kanu Schwaben sind Sabine Füsser im K 1 Damen, Sabrina Barm im C 1 Damen und Normen Weber im C 1 Herren am Start – live vor Ort wird der Kanu Schwaben Vorstand Horst Woppowa mit Fans ganz fest die Daumen drücken – die anderen Wildwasser Rennsport Fans drücken von Deutschland aus die Daumen.

Am Montag stand für die Athleten neben dem üblichen Streckentraining die Bootsvermessung an. Boote, Helme und Schwimmwesten müssen den Wettkampfregeln entsprechen. Vor allem beim Boot gilt es mit den Trimmgewichten knapp über dem Mindestwert zu liegen. Am Abend nutzten die Sprintspezialisten das offizielle Nachtsprinttraining unter Flutlicht für eine Trainingseinheit auf dem Vrbas-Fluss, denn bei dieser WM gibt es eine Besonderheit – die Finalläufe werden am Samstag ab 21 Uhr ausgetragen. „Zwar wird das Wasser im Dunkeln genauso abfließen wie im Hellen, aber die Sichtverhältnisse bei Flutlicht sind eben speziell, da gilt es sich dran zu gewöhnen“ definiert Sprinttrainerin Jana Huppertz die Aufgabe für die abendlichen Herausforderungen. Am Montagmorgen hat sich die Mannschaft bereits auf die Classicrennen am Donnerstag und Freitag vorbereitet. Bei einer Rennsimulation wurden die Zwischenzeitstellen von den Trainern ausprobiert, von Diagnosetrainer Dennis Drieschner ausgewertet und vor Ort die Kommunikation mit den Athleten getestet: Das bei der EM 2015 bewerte Konzept wird übernommen. „Für die Classicrennen im Einzel sind wir voll im Plan“, stellt Bundestrainer Gregor Simon fest. „Auch die Kajak-Mannschaften harmonieren bereits sehr gut. Nur in den Canadier-Mannschaften gibt es noch leichte Abstimmungsprobleme. Vor allem den schweren C2s macht das Schiebewasser des Vrbas zu schaffen. Wenn die einmal weglaufen, sind die nur schwer wieder auf Kurs zu bringen, das kostet Kraft und Geschwindigkeit“, weiß Bundestrainer Gregor Simon, der selber zahlreiche Erfolge im C2 eingefahren hat. Vor allem in den Classicrennen geht das DKV Team als Favorit in die WM. Die EM letztes Jahr an gleicher Stelle hatten die deutschen Athleten mit 7 von 10 möglichen Titeln dominiert. „Die Erfolge vom letzten Jahr zu wiederholen wird schwer, aber nicht unmöglich. Neben den erfahrenen Classicspezialisten haben wir einigen junge Athleten im Team, die die Schwächen, die wir im Sprint in der Vergangenheit gezeigt haben, wettmachen können“, analysiert Ressortleiter Achim Overbeck. „Alle Athleten sind gesund und die Stimmung im Team, das in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Masternationalmannschaft umfasst, ist top.“ In den verbleibenden Tagen vor den Wettkämpfen wird nach den Vorbelastungen die Regeneration in den Vordergrund rücken. Statt der Athleten wird dann Physiotherapeut Michael Fey, der die Nationalmannschaft seit 2004 begleitet, vermehrt ins Schwitzen kommen. Quelle DKV
Weitere Infos zur WM: http://canoebanjaluka.com/index.php
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