Falscher Polizist: Betrüger wollten Seniorin reinlegen

Eine 77-jährige Seniorin aus Bobingen wäre am Mittwoch fast Opfer eines Betruges geworden. Foto: © Konstantin Sutyagin / 123rf.de (Symbolbild

Eine 77-jährige Seniorin aus Bobingen wäre am Mittwoch fast Opfer eines Betruges geworden.

Sie wurde gegen 14.20 Uhr vermeintlich von der Staatsanwaltschaft Frankfurt angerufen. Der Anrufer übermittelte ihr die Handynummer eines "Hauptoberkommissars" des BKA (Bundeskriminalamtes), den sie anrufen solle. In dem folgenden Telefonat forderte der vermeintliche BKA-Beamte die 77-Jährige auf, bei der Post Wertkarten im mittleren vierstelligen Eurobereich zu erwerben. Die Nummern dieser Karten solle sie ihm dann telefonisch übermitteln. Als Grund gab er an, dass sie dadurch bei der Täterermittlung eines Täterrings in der Türkei beitragen würde. Wenn sie mitwirke, würde sie als Belohnung einen Geldbetrag von knappen 30 000 Euro erhalten, drohte gleichzeitig mit einer "Anzeige", falls sie dies nicht mache. Ein Verwandter, an welchen sich die misstrauisch gewordene Seniorin wandte, rief daraufhin unter der richtigen Nummer beim BKA an. Dort klärte man über die bereits bekannte Betrugsmasche auf. Es kam daher zu keinen Geldzahlungen an den Betrüger. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Betrugs.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass sie telefonisch nie zu Geldzahlungen auffordert. "Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn sie am Telefon von fremden, vermeintlich bekannten Personen oder Amtspersonen um Geld gebeten werden", warnt die Polizei. Wie man sich vor Betrügern schützen kann, steht im Internet unter: www.polizei-beratung.de.
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