Kriminalstatistik PI Bobingen: Weniger Straftaten


Die Zahl der Straftaten geht weiter zurück. Das teilte die Polizeiinspektion Bobingen in ihrer Kriminal- und Unfallstatistik für das Jahr 2016 mit. Zum Dienstbereich der PI Bobingen gehören die Städte Bobingen und Königsbrunn, die Gemeinden Wehringen und Oberottmarshausen. 2016 erfasste die PI Bobingen 1717 Straftaten, 2015 waren es 1764.

"Obwohl das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Bürger vielleicht einen anderen Trend erahnen lässt, weist die Kriminalstatistik der PI Bobingen für 2016 den niedrigsten Straftatenbestand seit meinem Amtsbeginn 2003 auf", verkündet der Leiter der PI Bobingen Maximilian Wellner. Das freue ihn umso mehr, da er nun zum letzten Mal die Statistik bekannt gibt. Wellner wird sich Ende Juni in den Ruhestand verabschieden. "Im Gegensatz zum bayerischen Trend nahmen in unserem Dienstbereich 2016 die Fälle um 2,6 Prozent ab."

Die Aufklärungsquote stieg um 4,5 Prozent und liegt nun bei 70,7 Prozent - und damit über der Aufklärungsquote von Bayern von 65,9 Prozent. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl - das sind die Straftaten pro 100 000 Einwohner - ging zurück auf 3482, im Vorjahr lag sie bei 3620.

So ging zum Beispiel die Zahl der Gewaltkriminalität im Bereich der PI Bobingen um 18 Prozent gegenüber 2015 zurück, die Zahl der Diebstähle um 14 Prozent, die Zahl der Rauschgiftdelikte um 19 Prozent. Zugenommen haben die einfachen Körperverletzungen, von 164 auf 204 Fälle, und die Beleidigungen von 119 auf 127.

"Die objektiven Zahlen von 2003, meinem Dienstbeginn, gegenüber 2016 spiegeln die positive Entwicklung beziehungsweise die Verbesserung der Sicherheitslage meiner 14 Jahre wieder", erklärt Wellner. 2003 registrierte die PI Bobingen insgesamt 2569 Straftaten - 2016 1717 Fälle. Von diesen 1717 Straftaten entfallen 1096 auf Königsbrunn, 549 auf Bobingen und der Rest von 72 Straftaten auf Wehringen und Oberottmarshausen. "Dieser positive Trend erklärt sich durch verschiedene Faktoren wie erhöhte Polizeipräsenz beziehungsweise Streifentätigkeit, Personalmehrung im Laufe der Jahre, ebenso die effektive und engagierte Ermittlungsarbeit der Kollegen", erläutert Wellner. Auch die hohe Aufklärungsquote trage zu dieser Entwicklung bei. Dennoch, auch im Jahr 2016 wurden Polizeibeamte beschimpft und angegriffen, während sie ihre Arbeit erledigten. "Leider wurden 2016 26 Polizeibeamte der PI Bobingen Opfer von Gewalt. Sie wurden beleidigt, attackiert und sogar zehn von ihnen verletzt", sagt Wellner. 2015 verzeichnete die Bobinger Polizei 34 Beamte als Opfer.

114 Mal musste die Bobinger Polizei zu Einsätzen in die Asylunterkünfte ausrücken, vor allem wegen Ruhestörungen und Streitigkeiten. "Der öffentliche Raum war davon fast nicht betroffen", heißt es in der Statistik. Insgesamt 61 Anzeigen gegen Flüchtlinge bearbeitete die PI im Jahr 2016, größtenteils waren das Körperverletzungsdelikte in den Unterkünften. Auch leitete die PI Bobingen 185 Verfahren wegen unerlaubter Einreise beziehungsweise illegalen Aufenthalts 2016 ein. Die gleiche Anzahl musste wegen nicht korrekt angegebener oder falsch übermittelter Daten "erkennungsdienstlich behandelt werden". (pm)
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