Wilde Verfolgungsjagd

Ein 61-Jähriger ist am Samstag in Schlangenlinien durch Bobingen gefahren. Als die Polizei ihn deshalb anhalten wollte, versuchte der Mann die Streifenwagen abzudrängen.

Gegen 01.55 Uhr fiel einer Bobinger Streife ein Auto mit österreichischer Zulassung auf, das auf der Königsbrunner Straße in Fahrtrichtung Süden in Schlangenlinien unterwegs war.

Mehrfache Anhalteversuche durch die Streife ignorierte der 61-Fahrer und fuhr stattdessen auf die B 17 auf (Fahrtrichtung Landsberg). An der Ausfahrt Oberottmarshausen verließ er die B 17, um danach sofort wieder in Richtung Norden (Augsburg) aufzufahren. Dabei versuchte er mehrfach, den Streifenwagen abzudrängen.

An der Ausfahrt Königsbrunn-Nord verließ der 61-Jährige die B 17 wieder, zuvor war er im Baustellenbereich anstatt der erlaubten 80 Stundenkilometer mit 140 unterwegs gewesen. Im Stadtgebiet Königsbrunn missachtete er eine rote Ampel und setzte die Fahrt nach mehreren Wendemanövern auf der Lechstraße in Königsbrunn fort. Er befuhr den Kreisverkehr in entgegengesetzter Richtung in Richtung Mering weiter.

Die Verfolgung ging dann über den Mandichosee (Staustufe 23), den Merchinger Sportplatz sowie die Meringer Innenstadt weiter. In Mering raste der Fahrer mit circa 100 Kilometer pro Stunde auf einen querstehenden Streifenwagen der Friedberger Polizei zu, welche den Anhalteversuch aufgrund der drohenden Gefahr abbrach.

Letzten Endes beendete ein Fahrfehler des 61-Jährigen die Verfolgung, als er die Zufahrt eines Supermarktparkplatzes verpasste und in der Böschung steckenblieb.

Bei der Verfolgung waren insgesamt 7 Streifenwägen im Einsatz. Nur aufgrund deren umsichtigen Verhaltens kam es zu keinen Unfällen. Trotzdem erlitt ein Beamter während der Verfolgung leichte Verletzungen. Der 61-jährige Bobinger war erheblich angetrunken und sehr aggressiv und beleidigte die Polizisten.

Der Mann muss sich nun wegen mehrerer Verkehrsdelikte, insbesondere einer Straßenverkehrsgefährdung, verantworten. Der Führerschein wurde vor Ort beschlagnahmt.

Sollten doch weitere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer gefährdet worden sein, werden diese gebeten, sich mit der Polizei in Bobingen unter Telefon 08234/96060 in Verbindung zu setzen.
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