Bobingen: Dieser Pool ist wirklich cool

Tägliches Schwimmen steht auf dem Fitnessprogramm von Peter Seitz. Foto: Mertens
Bobingen : Bobingen | Wenn das Thermometer auf 30 Grad zugeht, dann fühlt sich Peter Seitz in seinem 600 Quadratmeter großen Garten in der Bobinger Vogelsiedlung richtig wohl. Denn dort steht ein Pool, der ihm nach der Arbeit oder auch in warmen Augustnächten willkommene Kühlung bietet - nicht etwa ein besseres Planschbecken, wie man es auf vielen Balkonen und Terrassen findet, sondern ein riesiges Schwimmbassin mit 30.000 Litern Fassungsvermögen.
Um es zu füllen, hat sich Seitz einen C-Schlauch wie bei der Feuerwehr gekauft und holt sich zwei Stunden lang das Wasser aus einem Hydranten vor seinem Haus. "Wenn möglich, schwimme ich täglich 1500 Meter", schildert er sein Fitnessprogramm. Auf die Kinder aus der Nachbarschaft übt der Pool magische Anziehungskraft aus, so dass es an sonnigen Tagen etwas lauter in der sonst so ruhigen Vogelsiedlung zugeht.
Sie hat ihren Namen, weil alle Straßen die Namen von Vögeln tragen, und ist unweit des Stadtzentrums ein kleines Paradies: Es gibt keinen Durchgangsverkehr, dafür viel Grün und überall Blumen sowie eine blaue Bank vor dem Haus von Conny und Peter Seitz. Diese Farbe findet man überall in der Wohnung wieder und kommt sich ein wenig vor wie im griechischen Santorin, wo auf jeder Postkarte das typische Blau-Weiß zu sehen ist.
Mit Blick auf den weitläufigen Garten steht, windgeschützt durch zwei Hausmauern, eine zweite blaue Bank; neben einem Traumfänger aus Kanada krabbeln zwei künstliche Geckos die Wand hoch - Souvenirs von einem Mallorca-Urlaub. "Hier ist mein absoluter Lieblingsplatz", sagt Seitz. Denker-, Lese- und Raucherecke in einem - das gemütliche "Bänkle" ist zu jeder Jahreszeit ein ruhiger Rastplatz für den Versicherungskaufmann, der in mehreren beruflichen Gremien ehrenamtlich tätig ist und etliche Jahre Vorsitzender des örtlichen Gewerbevereins war.
Ein großes Sommerfest auf dem Bobinger Rathausplatz hat er ebenso organisiert wie das beliebte Badewannenrennen, außerdem ist er beim TSV der einzige Kin-Ball-Trainer Bayerns. "Das ist ein kooperatives Mannschaftsspiel und wird mit drei Teams zu je vier Spielern gespielt", erklärt er. "Erfunden wurde das Spiel 1986 in Kanada; der Kin-Ball hat einen Durchmesser von 1,22 Meter und wiegt weniger als ein Kilogramm."
Um einiges schwerer sind dagegen rund 600 Ziegel, die der gelernte Werkzeugmacher aus einem Abbruchhaus geholt und gesäubert hat. Daraus hat er ein Hochbeet für Gemüse und Salat gebaut, um den zahlreichen Schnecken den Appetit zu verderben. "Wir sind aber nicht permanent nur am Werkeln, sondern nutzen unseren schönen Garten zur Erholung!" Auch bei 30 Grad holt sich Seitz keinen Sonnenbrand, wenn er auf der blauen Bank die Tageszeitung liest oder spannende Krimis über den französischen Kommissar Dupin, dessen Ermittlungen die Leser anhand von Landkarten nachvollziehen können.
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