Bobingen-Siedlung: Es gibt wieder einen Supermarkt

Das neue Kauf-Nah in der Siedlung eröffnen Manuela Sauter und Frank Böhm am Donnerstag. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen |

Fleißig geputzt und gewerkelt wurde dieser Tage im zuletzt verwaisten Einkaufsmarkt in der Bobinger Siedlung. Denn Manuela Sauter und Frank Böhm wollen das Geschäft im Wertachzentrum am Donnerstag, 16. März, pünktlich um sieben Uhr wieder eröffnen. Sie haben bisher in Babenhausen einen Rewe-Markt betrieben und nun mit den freigewordenen Räumen in der Siedlung die Gelegenheit genutzt, wieder näher an ihre Augsburger Heimat zu ziehen.

Darüber freut sich nicht nur Thomas Ludwig, der im Rathaus für die Wirtschaftsförderung zuständig ist. Auch viele Bürger in der Siedlung sind froh, dass sie endlich wieder mit einem Vollsortiment versorgt werden. „Dann muss ich nicht mehr mit dem Bus zum Einkaufen fahren oder bin auf die Hilfe meiner Nachbarn angewiesen“, sagt die 70-jährige Martha Heinzeller. Gerade Ältere schätzen kurze Einkaufswege.

Rund 4500 Artikel haben die neuen Betreiber und ihre fleißigen Helfer bereits in die langen Regalreihen geräumt: von der Chipstüte über Pflanzen und Putzmittel bis zur Tiernahrung. Die Einkaufswagen sind jetzt auf dem Parkplatz vor dem Kauf-Nah platziert, so der neue Name.

Drinnen hat sich einiges geändert, zum Beispiel wird es einen GLS-Paketshop sowie eine Cewe-Fotostation geben. Außerdem finden die Kunden in dem fast 500 Quadratmeter großen Markt eine Getränke- und Frischeabteilung sowie Backwaren, Fleisch und Wurst im Selbstbedienungsbereich. Handzettel mit ihren Angeboten haben Manuela Sauter und Frank Böhm in den vergangenen Tagen in der Siedlung verteilt.

Jetzt hoffen sie, „dass die Bürger die neue Einkaufsmöglichkeit auch wahrnehmen“. Die Betreiber sind selbst Neusiedler geworden und haben eine Wohnung direkt neben ihrem Geschäft gefunden. Dieses ist außer sonntags jeweils von 7 bis 20 Uhr geöffnet.

Im Oktober hatten die beiden Vorgängerinnen den Supermarkt wegen stark gesunkener Umsätze geschlossen. Seit 2012 versuchten sie, den Bewohnern der Siedlung und von Straßberg weitere Einkaufswege zu ersparen. Das wurde nur zum Teil genutzt. Zwar haben Quartiermanagement und die Stadt immer wieder darum geworben, die Einkaufsangebote in der Siedlung zu nutzen, um diese als Teil der örtlichen Infrastruktur in ihrer Existenz zu sichern, doch wird von vielen Bürgern auf diese Weise offensichtlich nur ein Teil des täglichen Bedarfs gedeckt.

Gemeinsam mit den Ladeninhabern und mit Unterstützung durch die städtische Wirtschaftsförderung sowie eventuell durch externe Fachleute und ehrenamtliche Helfer wollen Stadt und Quartiermanagement für die Siedlung ein Standortmarketing etablieren. Man will die Qualitäten des Einkaufs-Standortes nach außen stärker darstellen.
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R S aus Bobingen | 23.03.2017 | 19:59  
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