Bobinger CSU drängt auf rasche Entwicklung

In der Bobinger Siedlung ist ein Neubaugebiet geplant. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen |

Die Entwicklung des geplanten Neubaugebietes in der Siedlung-Nord möchte die CSU-Stadtratsfraktion gern beschleunigen. In einem Antrag an die Stadtverwaltung bekräftigt Vorsitzender Hans-Peter Dangl den Wunsch, "dass die Bauplätze nicht erst in zwei Jahren, sondern schon früher bebaubar sind beziehungsweise dass Bauherren vorzeitig durch Vorverträge an den Familienstandort Bobingen gebunden werden".

Im Rahmen der Bauleitplanung hatte sich der Bauausschuss vergangenen Herbst mit dem Bebauungsentwurf für ein neues Baugebiet in der Siedlung befasst (wir berichteten). Demnach sollen heuer die Planungen sowie die erforderlichen Schritte für einen Bebauungsplan erfolgen, zum Jahreswechsel 2017/2018 eine Winterausschreibung und im Laufe des kommenden Jahres 2018 die Erschließung.
"Somit können erst Ende 2018 die Grundstücke vergeben werden", stellt Dangl in seinem Antrag fest. Eine Bebauung wäre also frühestens im Laufe des Jahres 2019 möglich. Doch der Druck auf den Immobilienmarkt und die Nachfrage nach Baugrundstücken sind derzeit so hoch wie nie. "Beim jüngsten Verkauf der sieben städtischen Grundstücke in der Adolph-Kolping-Strasse hat sich mit knapp 80 Bewerbungen gezeigt, dass sich viele Familien in Bobingen ansiedeln möchten", so der Fraktionsvorsitzende.
Wie lange das Zinsniveau noch so niedrig bleibe wie momentan, wisse niemand; laut Dangl gibt es erste Tendenzen, dass sich der Zinssatz in nächster Zeit leicht erhöhen könnte. Er möchte in einer der nächsten Bauauschuss-Sitzungen noch einmal über die Zeitschiene zur Entwicklung des Neubaugebiets diskutieren. Eventuell könne man ein Konzept erarbeiten, wie durch externe Unterstützung Planungen und Ausschreibungen schneller möglich sind.
Ein weiterer Vorschlag der CSU ist eine frühere Ausschreibung, damit die Infrastrukturmaßnahmen möglichst noch kommenden Herbst beginnen können.
Dangl: "Bereits während der Tiefbaumaßnahmen zur Erschließung sollte parallel ein Auswahlverfahren der Baubewerber erfolgen. Auch wenn die Grundstücke zu diesem Zeitpunkt noch nicht vermessen sind, können somit bereits Anfang 2018 Interessenten mit Grundstückoptionen durch Vorverträge gebunden werden."
Das gewährleiste nicht nur für die privaten Bauherren, sondern auch für die Stadt Bobingen eine sicherere Planung. Durch die zeitgleiche Vorgehensweise von Erschließung und Vergabeverfahren wäre eine frühere Bebaubarkeit möglich.
"Das Vergabeverfahren von Bauplätzen nach sozialen Aspekten, wie es zuletzt in der Adolph-Kolping angewandt wurde, sowie die Festsetzung eines Bauzwangs halten wir grundsätzlich für richtig", so die CSU-Fraktion. Ihrer Ansicht nach soll das neue Baugebiet aber vorrangig dazu dienen, das Menschen in der Siedlung sich im eigenen Stadtteil ein Eigenheim bauen können. Deshalb sollten Einheimische im Vergabeverfahren besonders berücksichtigt werden. Zusätzlich sollte man nach der ersten Vergaberunde für einen gewissen Zeitraum noch weitere Grundstücke für Bürger aus der Siedlung zurückhalten.
In ihrem Antrag will die CSU auch Auskunft über die geplanten Tiefbaumaßnahmen. "Muss zum Beispiel die Herbststraße nur punktuell geöffnet werden oder ist sogar ein Austausch von Leitungen in der Herbststraße erforderlich?", fragt Dangl. Finanzielle Auswirkungen, um das Neubaugebiet zu beschleunigen, sollen vorsorglich mit in den Haushaltsplan aufgenommen werden.
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