Bobinger leisten praktische Alltagshilfe

Auch Senioren bekommen in Bobingen Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer. Foto: Mertens
Bobingen : Bobingen | Noch bis Ende November sollen in Bobingen zwei wichtige Projekte laufen, die vor allem älteren und behinderten Menschen praktische Hilfe im Alltag bieten. Über die Arbeit der Freiwilligenagentur und der Nachbarschaftshilfe informierte Leiterin Sabine Frenkenberger die Mitglieder des Sozialausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Beide Einrichtungen werden von der Sozialstation betrieben und von der Stadt unterstützt.
Alle Bürger, die sich unentgeltlich engagieren möchten, bekommen bei der Freiwilligenagentur einen Überblick über die verschiedenen Einsatz-Möglichkeiten. Obwohl es in Bobingen bereits zhalreiche Helfer gebe, gelte es, auch in der übrigen Bevölkerung schlummerndes Potenzial zu wecken, sagte Frenkenberger. Ob für Einkäufe, Gartenarbeit, Begleitung bei Arztbesuchen oder Gespräche – die Agentur suche weitere Bürger, die andere unterstützen wollen.
Sie initiiert aber auch eigene Projekte, zum Beispiel eine kostenlose Rechtsberatung für Jugendliche. Ein flexibler Helferkreis steht für kurzfristige Einsätze zur Verfügung. Die Agentur ist politisch und konfessionell neutral und richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und Gesellschaftsschichten.
Die Nachbarschaftshilfe organisiert kleine haushaltsnahe Hilfen für bedürftige oder körperlich eingeschränkte Privatpersonen. Einen Ansprechpartner für beide Projekte zu haben, bezeichnete Frenkenberger als sinnvoll, "weil Ehrenamtliche keinen Unterschied machen, ob sie sich für eine einzelne Person oder eine Institution einsetzen".
An konkreten Beispielen nannte die Leiterin unter anderem Hausaufgaben- und Pausenbetreuer, Helfer für den Bobinger Tisch, Besuchsdienste im Seniorenheim oder Betreuer für die Asylbewerber – je nach persönlichen Talenten und Vorlieben. Allerdings seien nicht alle Hilfeersuchen erfüllbar, etwa wenn jemand lediglich seine Wohnung entrümpeln oder kostenlose Hilfe beim Umzug will. Auch wolle man durch handwerkliche oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten nicht gewerblichen Anbietern in die Quere kommen.
Mit Flyern und Info-Ständen versucht Frenkenberger, die Angebote publik zu machen. In ihrem Ausblick auf geplante Vorhaben nannte sie unter anderem auch "Change in" für die Realschüler der achten Klasse. Das ein lokales Freiwilligenprojekt, welches Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich zu engagieren. Es ist ein Teil des Bündnisses für Augsburg und wird vom Freiwilligen-Zentrum Augsburg und dem Stadtjugendring durchgeführt.
Dabei engagieren sich junge Leute zweimal im Jahr bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten; es gibt über 100 Einsatzstellen in Institutionen und Einrichtungen in den Bereichen Kultur, Soziales, Ökonomie und Sport. Während der gesamten Phase stehen den Schülern ausgebildete Mentoren zur Seite. Sie begleiten die Jugendlichen und stellen zunächst für sie den ersten Kontakt zu den Einsatzstellen her, arbeiten aber meist nicht in den Einrichtungen mit. Das Engagement endet mit einer Abschlussfeier im Barbarasaal des Stetten- Instituts mit kommunalpolitischer Prominenz, bei der jeder Teilnehmer eine Urkunde erhält.
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