Bobinger Singoldhalle: Hallen-Technik wird erneuert

In der Singoldhalle muss für 258.000 Euro die Heizungs- und Lüftungssteuerung erneuert werden. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen | Nicht nur beim städtischen Hallenbad Aquamarin ist die Technik so veraltet, dass kaum noch Ersatzteile zu beschaffen sind ; auch in der Bobinger Singoldhalle muss dringend die Heizungs- und Lüftungssteuerung saniert werden, damit auch künftig Kabarett- und Konzertabende, Musicals und Märchentheater stattfinden können. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses sagte Ingenieur Christoph Schmoll, dass die Technik seit Jahrzehnten unverändert sei und der technische Überwachungsverein Mängel beim Brandschutz festgestellt habe.
Um diese Probleme bald zu beheben, muss Kämmerer Alexander Ziegler viel Geld in die Hand nehmen: Rund 350.000 Euro kostet die teuerste von drei Sanierungs-Varianten; sie hätte bis zu 15 Prozent Energie-Einsparung gebracht, ist laut Schmoll aber für den weiteren Betrieb der Halle nicht zwingend notwendig. Eine Minimal-Lösung würde 237.000 Euro kosten, wurde aber von den Ausschuss-Mitgliedern rasch verworfen, weil sie kaum Möglichkeiten zur Optimierung der Anlage bietet.
21.000 Euro teurer ist die einstimmig beschlossene Kompromiss-Variante, die nach Auskunft des Fachmanns zwar keine optimale Energie-Effizienz bietet. "Aber man muss nicht alles auf einmal machen und kann später einzelne Teile nachrüsten", sagte Schmoll. Neben den 258.000 Euro enthält der aktuelle Haushalts-Entwurf weitere Ausgaben für die Singoldhalle. Für 20.000 Euro sollen verschiedene Ausstattungs-Gegenstände angeschafft werden und für kommendes Jahr stehen 10.00 Euro für einen neuen Bühnenvorhang im Finanzplan.
Wie es mit dem Hallenbad weitergehen soll, ist nach wie vor unklar. Immer wieder sind Reparaturen und Wartungsarbeiten erforderlich, doch mit einer Sanierung ist laut Bürgermeister Bernd Müller frühestens ab dem Jahr 2020 zu rechnen. "Im aktuellen Haushalt spielt das Thema Modernisierung oder Neubau also keine Rolle", sagte er im Ausschuss. Allerdings sei wünschenswert, dass der Stadtrat nicht erst nächstes Weihnachten eine Entscheidung treffe.
Zum Finanzierungs-Vorschlag der Freien Bürger-Union (FBU) zum Hallenbad stellte Müller fest, die Fraktion solle ein Bad benennen, das kostendeckend arbeite - "denn ich kenne in ganz Deutschland kein einziges". Und Tagungsräume im künftigen Hallenbad seien auch keine so gute Idee, weil sich die Stadt dadurch selbst Konkurrenz schaffe wie zum Beispiel zur Singoldhalle.
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