Diözese macht ihre Pläne wahr

Zusätzliche Aufgaben warten auf Dekan Thomas Rauch als Leiter der neuen Pfarreien-Gemeinschaft Bobingen. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen | Ab Herbst 2018 gibt es eine neue Pfarreien-Gemeinschaft Bobingen

Peter Stöbich
Bobingen. Die Nachwuchs- und Personalprobleme in der katholischen Kirche werden sich ab Herbst nächsten Jahres auch auf die Gläubigen im Raum Bobingen auswirken: Ab September 2018 soll es eine neue Pfarreiengemeinschaft Bobingen geben, so wie sie die pastorale Raumplanung 2025 der Diözese Augsburg vorsieht. Der künftige Leiter ist Dekan Thomas Rauch, den ein neu zu wählender Pastoralrat bei seiner Arbeit unterstützen wird. Bei einem Treffen am Donnerstag, 16. November, sollen die Kirchenpfleger, Pfarrgemeinderäte, Sekretärinnen und sonstigen Mitarbeiter offiziell über die anstehenden Veränderungen informiert werden.
Seit Anfang 2011 ist Rauch Stadtpfarrer von St. Felizitas in Bobingen, außerdem Dekan des katholischen Dekanats Schwabmünchen; bereits an seinen früheren Wirkungsorten war er Dekan in Landsberg und Stadtdekan in Augsburg. Das bedeutet eine Menge Arbeit: Als Vorgesetzter der Priester und der hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter in einem Dekanat soll in der katholischen Kirche ein Dekan die Zusammenarbeit und geistliche Gemeinschaft unter den Mitbrüdern fördern, die Seelsorge stärken und jungen Priestern zur Seite stehen. Er vertritt die Priester und hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter nach außen und organisiert regelmäßige Zusammenkünfte.
Schon als Rauch 2011 in St. Felizitas begonnen hatte, gab es Überlegungen für eine Veränderung, die in zehn Monaten nun Realität wird. "Ich bitte Sie, die neue Situation mit gläubigem Herzen anzunehmen", schreibt Generalvikar Harald Heinrich in seinem Rundbrief, mit dem er die Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderäte informiert.
Konkret sieht die künftige Personalplanung so aus: Der bisherige Pfarrer der Heiligen Familie in Bobingen, Mariusz Pluta, wird sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgeben und zweiter Priester in der neuen Pfarreiengemeinschaft sein, befristet bis zum 31. August 2020. Florian Schuller wird von seiner Aufgabe als Pfarradministrator entbunden, jedoch weiter im Pfarrhof Straßberg wohnen bleiben und dort seelsorgerlich tätig sein. Pfarrer Kresimir Gagula geht Ende August kommenden Jahres in den Ruhestand.
Rauch spricht von sogenannten Seelsorgeeinheiten, die heute oft nur deshalb funktionieren, weil viele Priester aus dem Ausland im Einsatz sind - rund 150 davon gibt es in der Diözese. Und weil die katholische Kirche schon seit einiger Zeit mit Personalproblemen kämpft, ist eine Zusammenlegung zu größeren Einheiten unumgänglich. Besonders wichtig sei es in dieser Situation, so Rauch, die Ehrenamtlichen stärker zu fördern, zu unterstützen und anzuerkennen. "Das funktioniert bei uns aber recht gut mit Frauenbund, Kolpingfamilie, Ministranten, Pfarrgemeinderat, Seniorenkreis oder Gottesdienstteams", sagt der Dekan.
Rund 55.500 Katholiken umfaßt das Dekanat Schwabmünchen, allein in der Bobinger Pfarrei St. Felizitas gibt es rund 6000 Gläubige. Für sie werde es keine gravierenden Änderungen geben, stellt Rauch fest: "Die Kirche bleibt sozusagen im Dorf! Im Februar sind Pfarrgemeinderats-Wahlen und deren Mitglieder werden dann Vertreter in den neuen Pastoralrat entsenden."
Froh ist er über "eine Entwicklung mit Augenmaß und daß nicht wie andernorts eine Monster-Einheit entsteht, wo ein einziger Priester für -zigtausende von Gläubigen zuständig ist". Es gelte, der Neustrukturierung auch mit Gottvertrauen entgegenzusehen. Außerdem gebe es auch gute Nachrichten wie am kommenden Sonntag die Amtseinführung von Bernd Leumann in Königsbrunn, der bisher Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Pfronten/Nesselwang war.
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